Kategorie: Trends

Digitale Transformation einer Wochenzeitung: Leserreporter bei der StadtZeitung

Zum 6. Gogol Open House Day trafen sich über 50 Gäste aus Lokalzeitungs- und Anzeigenblattverlagen zum Austausch und zur Inspiration – bei spannenden Vorträgen: Simon Kriener von der Augsburger StadtZeitung berichtete zum Beispiel von der digitalen Transformation einer Wochenzeitung und wie eine Community von Leserreportern dabei helfen können. 

Simon Kriener ist als dualer Student bei der Mediengruppe Mayer & Söhne eingestiegen und verantwortet seit Oktober 2015 als Produktmanager Digital die digitale Strategie der Verlage. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Ausbau der Community, User Generated Content und die Geschäftsmodellentwicklung für crossmediale Vermarktungsmöglichkeiten. Kriener ist Masterstudent im Bereich der digitalen Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und der Universität St. Gallen.

Gogol Publishing Open House Day - Vortrag Simon Kriener

Wie bereits im August hier berichtet, können seit Anfang diesen Jahres die Leser auf stadtzeitung.de Beiträge verfassen, Bilder hochladen und Themen diskutieren. Simon Kriener beschreibt dies in seinem Vortrag auf dem Open House Day bei Gogol Publishing als zentralen Bestandteil der digitalen Transformation, die dort im Haus der StadtZeitung stattfindet.

So will die StadtZeitung “Nähe” neu definieren und über alle Kanäle immer und überall verbreiten, auf Interaktion mit den Lesern setzen und ihnen vor allem zuhören, wer an welchen Orten über welche Themen spricht.

Kriener zitiert in seinem Vortrag auch Prof. Dr. Klemens Skibicki, der auch auf der BVDA-Tagung vergangenen Monat gesprochen hat:

„Digitale Transformation ist nicht: Das Gleiche tun wie vorher, aber jetzt in digitalen Kanälen, sondern das sich Anpassen an die Rahmenbedingungen einer Netzwerkökonomie.“

Modell Social Media Diese neue Netzwerkökonomie vergleicht Kriener mit dem Gesprächsprinzip einer “Gartenparty”, bei der nicht einer vorne steht und erzählt, sondern sich die Beteiligten untereinander über die verschiedensten Kanäle unterhalten. Das Prinzip der Zeitung mit Ihrem alten Kommunikationsmodell der strikten Push-Kommunikation funktioniert in dieser Welt nicht mehr. Diese Veränderung stellt Verlage vor große Herausforderungen. Ihre Leser entwicklen sich vom passiven Konsumenten zum aktiven Produzenten. Diese fortschreitende Entwicklung eröffnet Verlagen aber neue Möglichkeiten im Markt gemeinsam mit den Konsumenten zu interagieren und auf seinem Portal alle Inhalte der Region abzudecken. Verlage befinden sich also auf dem Weg vom „klassischen“ Content-Provider zum Network-Organizer, einem Unternehmen also, das Information und Kommunikation nicht mehr ‚einkanalig‘ steuert, sondern im Zentrum einer Community steht und diese organisiert.

dsc_7984Der Markt für Informationen wandelt sich im Digitalen von einem Massenmarkt zu einem Nischenmarkt. Lokalzeitungen müssen hier versuchen alle Informationen ihrer Region abzudecken. Dieser Anspruch kann nur mit einer funktionieren Community erreicht werden. Kriener sieht eine solche Community als einzige Möglichkeit auch künftig der Reichweitenchampion der Region zu sein. “Die Masse an lokalen Informationen kann nur über User Generated Content abgedeckt werden.” Leserreporter helfen sowohl bei der Generierung als auch bei der Verbreitung der Inhalte über die Haupttraffictreiber Search und Social. “Jede dritte Suche hat heute einen lokalen Bezug.” so Kriener. Dieses Potential müssen Lokalverlage nutzen. Deswegen legt die StadtZeitung einen großen Fokus auf die Weiterentwicklung ihres Onlineportals.

Über 5.000 User haben sich inzwischen bei der StadtZeitung als Leserreporter registriert, die Reichweite der Portals hat sich verdoppelt. Was sie vor allem gelernt haben, so Kriener, sei, dass sie keine Community bauen. Diese sei bereits da und interagiere auch schon längst. Es müsse ein Kommunikationswerkzeug geschaffen werden, “das es für alle da draußen eleganter macht, ihre Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinen zum Beispiel zu gestalten und noch mehr Menschen zu erreichen.”

Mehr zum Open House Day gibt es auch auf unserer Webseite. Die Präsentation zum Vortrag von Simon Kriener können Sie mit dem folgenden Formular anfordern:

“Kümmere dich um deine Lokalen!” – Lokaljournalismus stärken

Fünf Chefredakteure großer Lokalzeitungen übernehmen für eine Woche die Zeitung der kleinen Nordsee-Insel Föhr. meedia berichtet in einem Artikel über dieses interessante Projekt. Nach sieben Tagen lautet das Fazit der Redakteure: Zeitungen sollten sich mehr um ihre Lokaljournalisten kümmern. Doch wie kann dies funktionieren? Zum Beispiel, indem man seine Autoren stärker einbindet.

Lokaljournalismus stärken

Die fünf Chefredakteure von der Rheinischen Post (RP), der SHZ, den Ruhr Nachrichten (RN), der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und der Westfalenpost (WP) machten sich Ende Juli dieses Jahres auf, um für eine Woche den Insel-Boten von Föhr zu produzieren. Michael Bröcker, eigentlich Chefredakteur bei der RP, erklärt in einem Interview mit meedia, warum gerade der Insel-Bote ausgewählt wurde: „Die Redaktion, die wir übernehmen wollten, sollte möglichst klein sein. Zudem darf man nicht mehr wegkommen, damit uns auch wirklich kein Geschäftsführer zurückrufen kann. Deshalb eine Insel“.

Normalerweise erstellen nur zwei Redakteure den Insel-Boten. Die Chefredakteure haben in dieser Woche die Arbeit von Lokaljournalisten noch mehr zu schätzen gelernt. Bröcker dazu: „Föhr hat uns geerdet und gezeigt, wie wichtig Lokaljournalismus ist. Die wichtigste Botschaft für uns: kümmere Dich um Deine Lokalen“. Denn dort liege die Zukunft. Eigentlich müsste mehr Kraft in das Lokale gegeben werden, mehr Redakteure eingestellt werden. Damit auch die digitalen Bereiche befüllt werden könnten, müsste strategisch auch nur dort investiert werden, so der Redakteur.

Stärkere Einbindung von Autoren birgt viel Potenzial, richtige Werkzeuge erleichtern Redakteuren die Arbeit

Gerade im Lokaljournalismus ist man stark auf die Zusammenbarbeit mit freien Mitarbeitern, sogenannten Pauschalisten, angewiesen. Darin steckt noch viel Potenzial. Einfachere und effizientere Workflows sind zum Beispiel möglich, wenn Verlage freien Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Artikel direkt in das Redaktionssystem des Verlags einzuspeisen. Besonders gut funktioniert das, wenn browserbasiert gearbeitet und von überall auf das System zugegriffen werden kann. Dies spart zudem Extrakosten für zusätzliche Lizenzen. Ideal ist es, wenn Workflows so aufgesetzt werden können, dass jeder Mitarbeiter genau die Aufgaben und Rechte im System hat, die er braucht. 

Eingabemaske

Ein gutes Management von Autoren gibt freien Mitarbeitern beispielsweise die Möglichkeit ohne festen Arbeitsplatz in der Redaktion arbeiten zu können. So können sie von überall aus mit einem Standard-Rechner und -Browser arbeiten – mit klar definierten Aufträgen, die die Mitarbeiter einfach erhalten können und die auch einfach dokumentiert werden können. Redakteure wiederum sollten Aufträge für Inhalte einfach erstellen und koordinieren können, die Themenplanung am Desk systematisieren oder die Performance der Autoren einsehen können. Mit einem jeweils genau zugeschnittenen Arbeitsbereich mit ihren Aufträgen, ihren Artikeln und Entwürfen sowie speziellen Analyse-Dashboards zu der Reichweite ihrer Beiträge können Verlage ihre wertvollste Ressource erfolgreich managen und unterstützen.

Lesen Sie hierzu auch: Honorarabrechnung mit freien Mitarbeitern einfach gemacht und Lokales in der Zeitung ist noch wichtiger als vermutet.

 

Facebook Instant Articles & Google AMP im Vergleich

Teil 1: Erfahrungen beim Serienfuchs mit FBIA

Seit dem 12. April 2016 ermöglicht es Facebook allen Seitenbetreibern, Instant Articles zu veröffentlichen. Serienfuchs aus dem Hause Gogol Publishing nutzt seit kurzem das einfache HTML5, um noch mehr Reichweite über Facebook zu generieren. Ebenfalls an Bord hat die Gogol-Plattform seit Jahresanfang Accelerated Mobile Pages (AMP), Googles Pendant zu den FBIA, mit denen Webseiten ultraschnell geladen werden. Aber funktioniert das wirklich?

Nachdem Facebook zunächst nur einen exklusiven Publisher-Kreis bestehend aus Spiegel, Zeit, BILD & Co. Zugang zu Instant Articles gewährte, öffnete der Social Media-Riese Mitte April die Funktion für alle Seitenbetreiber. Das Versprechen: Eine unglaublich schnelle Ladezeit, eine außergewöhnliche Leseerfahrung und mehr Aufmerksamkeit der Nutzer. Doch stimmt das wirklich und wie kann ich die FBIA nutzen?

Instant Article von Serienfuchs mit spezieller Kennzeichnung
in Instant Article von Serienfuchs mit spezieller Kennzeichnung rechts oben

So funktionieren FBIA

Zunächst einmal muss der Publisher zehn Artikel bei Facebook einreichen, die anschließend manuell überprüft werden, ob Design und Format korrekt sind. Nachdem die Überprüfung abgeschlossen ist, kann man auf zwei Wegen Instant Articles veröffentlichen. Zum einen über einen RSS Feed und zum anderen über eine eigene API. Serienfuchs stellt einen RSS-Feed zur Verfügung, in den ausschließlich Beiträge einfließen, die mit einem sog. “Instant Articles markup” formatiert wurden. Dabei handelt es sich um einfaches HTML5 mit Facebook-spezifischen Klassen und einer definierten Struktur.

Kurze Seitenladezeit beim Serienfuchsn
Durch abgespecktes HTML5 lädt die Seite selbst bei 64 kBit/s Downloadgeschwindigkeit schnell

Sobald die Serienfuchs-Beiträge via RSS-Feed an Facebook übergeben wurden, können sie dort in der „Instant Articles library“ editiert werden. Je nach Konfiguration werden Artikel automatisch veröffentlicht oder zunächst in der Bibliothek gespeichert. So können bspw. individuelle Elemente zur Optimierung des Seitendesign hinzugefügt werden. Eine ausführliche Design-Guideline wird von Facebook zur Verfügung gestellt.

Ein weiterer Vorteil der Instant Articles

Doch nicht nur die Verbesserung der Seitenladezeit auf Mobilgeräten ist der große Vorteil der FBIA. Facebook stellt es jedem Publisher frei, ihre Inhalte individuell auf der Plattform zu vermarkten. Es gibt dabei die Möglichkeit, begleitende Werbung um die Inhalte herum und ohne Provision für das soziale Netzwerk zu verkaufen. Alternativ kann Facebook die Vermarktung überlassen werden, die sich dafür allerdings 30 Prozent der generierten Umsätze einbehalten.

Welche Vorteile Google mit AMP (Accelerated Mobile Pages), seiner ebenfalls für Mobile Devices optimierten Webseite, bietet, gibt es hier zu lesen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, schicken Sie uns eine E-Mail:

Kirchner + Robrecht Studie: Auswahl von Redaktionssystemen für Tageszeitungen

Case Studies Tageszeitungen

Kirchner + Robrecht haben ein Whitepaper* veröffentlicht, das Zeitungen Anregungen für die Auswahl von Redaktionssystemen gibt. Aus einer Vielzahl von Anbietern werden 10 führende Systeme vorgestellt, die jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgen. Hier präsentieren wir Ihnen Ausschnitte aus der Studie, die den Ansatz von Gogol Publishing illustrieren.

Kanalneutrales Erfassen von Inhalten

Mit dem Gogol Publishing System können Workflows neu gedacht und damit effizienter und leistungsstärker aufgestellt werden. Beispielsweise können freie Mitarbeiter ihre Artikel von überall aus im System kanalneutral erfassen und diese für Print im passenden Template (Textrahmen) finalisieren. In der Redaktion muss dann nur noch redigiert und final gelayoutet werden. Um das zu realisieren, muss das System vollständig im Browser bedienbar sein. Gogol Publishing setzt seit über 10 Jahren auf diese Strategie und ist damit „first-mover’ im Bereich der Cloud-Redaktionssysteme” (S. 79).

Schnelles Time-to-Market-Angebot

Die Studie positioniert Gogol Publishing als einen „Time-to-Market-Anbieter, dessen Lösung besonders kostengünstig und schnell implementierbar ist” (S. 48ff). Der Kunde bekommt in einem agilen Projektvorgehen bereits nach wenigen Wochen ein grundsätzlich eingerüstetes Produktivsystem zur Verfügung gestellt. Dadurch können frühzeitig unterschiedliche Fragestellungen gemeinsam mit dem Kunden direkt im System geklärt werden.

Bei der Tageszeitung DER NEUE TAG in Weiden zum Beispiel wurde Gogol im Rahmen des agilen Projektvorgehens eingeführt. Die späteren Nutzer des Systems wurden dort sozusagen zu Mitentwicklern.

Mit Echtzeit-Cockpits Inhalten zu mehr Erfolg verhelfen

Gogol Publishing bietet handlungsorientierte Analyse-Tools, die Nutzern direkt im System Feedback geben und aufzeigen, wie ihre Inhalte am meisten Wirkung entfalten. Ein Beispiel sind die „Echtzeit-Cockpits für Autoren; die Dashboards kennzeichnen sich durch eine einfache, verständliche Darstellung und dadurch hohe Nutzbarkeit”(S. 80). Sie bieten maßgeschneiderte Informationen je nach Zielsetzung des Verlages, ohne Vorkenntnisse verschiedener Analyse-Tools vorauszusetzen.  Damit hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf genau die Informationen, die für ihn relevant sind. Bei mehrmaliger Nutzung der Cockpits an einem Tag kann ein Autor feststellen, welche Artikel funktionieren. So wird das intuitive Entdecken und die Motivation gefördert, sich ständig zu verbessern.

Die Studie kann HIER heruntergeladen werden.

Hier geht es zu den Case Studies von Gogol Publishing:

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Wie serienfuchs.de sein Wachstum durch ein Redesign weiter befeuert

Seit Anfang 2015 liefert serienfuchs.de aus dem Hause Gogol Publishing einzigartigen Content rund um aktuelle Serien und wurde schnell zu einer der beliebtesten Plattformen seines Genres. Seinen Erfolg erzielt das Projekt vor allem durch eine ausgefeilte Social-Strategie. Durch das gerade erfolgte Redesign wird der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt.

In nur wenigen Monaten wurde serienfuchs.de eine der Haupt-Anlaufstellen für Fans von Seriengerüchten und -spoilern. Mittlerweile verzeichnet die Seite knapp 2 Millionen Page Impressions pro Monat, Tendenz: stark steigend. Zudem konnten in kürzester Zeit rund 20.000 Facebook-Fans als Multiplikatoren gewonnen werden. Das Wachstum wird nun durch das gerade erfolgte Redesign der Seite weiter befeuert.

Ein Content-Portal vom Anbieter für cloudbasierte Redaktionssysteme

Seit Gründung war Gogol Publishing immer schon auch als Verlag tätig. Seit den späten 00 Jahren ausschließlich im Digitalen, weil wir bei Online-Themen immer ganz vorne mitspielen wollen. Mit dem Serienfuchs wurde 2015 die erste Seite monothematische Expertenseite ins Leben gerufen. Denn wir als Gogol Publishing glauben, dass online zunehmend nur Themen funktionieren, für die Autoren der Seite auch wirklich Leidenschaft haben. Wenn eine Seite hingegen zu stark expandiert, wird leicht verwässert, wofür die Marke steht. Es ist aus unserer Erfahrung heraus schwer, Serienthemen mit z.B. lokalen Beiträgen oder Themen aus dem Bereich Sport zu kombinieren.

Für Serienfuchs war die Herausforderung zum Start: Welche Social-Strategien funktionieren wirklich für Publisher im Netz? Wie schafft man es also, innerhalb kürzester Zeit viele (echte) Follower aufzubauen und den Social-Kanal als einen der Haupt-Reichweitenbringer zu etablieren? Mit 40% Social Traffic (und stark steigender Tendenz) nach 6 Monaten haben wir schon viel in Bewegung gesetzt. Und sind überzeugt, dass noch viel Luft nach oben ist.

Wir nutzen unsere eigenen Projekte aber auch dafür, neue Themen schnell zu evaluieren und zu verstehen. Seit Februar experimentieren wir mit Google Accelerated Mobile Pages (AMP) und schauen, was sie an zusätzlichem Traffic generieren. Auch für die Facebook Instant Articles ist bei uns schon alles vorbereitet, wenn sie im April für alle geöffnet werden.

Der Rebrush im Detail: Mobile, Mobile Mobile

Zentrales Anliegen des Rebrushes war, den mobilen Usecase noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Denn nach einem geschickt positionierten Cliffhanger am Ende einer Episode zücken die Nutzer immer häufiger das Smartphone, um nach Antworten zu suchen, statt erst aufwendig den Laptop zu öffnen oder den Rechner hochzufahren.

Abschied vom Riesenslider auf der Startseite

Homepage vorher - nachher
Startseite nach (links) und vor dem Redesign (rechts)

Durch das Redesign ist es jetzt möglich, mehr als nur einen Beitrag auf den ersten Blick in den Fokus zu rücken. Bisher hingegen zierte ein riesiger Slider die Startseite. Erst unterhalb der Scrollkante konnten Besucher einen Blick auf die restlichen chronologisch gesammelten Beiträge werfen. Diverse Inhaltsteaser stehen noch immer im Mittelpunkt der Seite, zeigen sich aber jetzt in einer besseren Aufstellung, die den Schwerpunkt beim ersten Klick auf die Seite nicht sofort auf einen einzigen Beitrag lenkt.

Darunter rückt nun der jüngst veröffentlichte Beitrag in den Mittelpunkt. Eingerahmt von zwei News-Spalten, die ausgewählten Kategorien mit hoher Beliebtheit und Aktualität einen besonderen Platz oberhalb der Scrollkante zu gewährleisten. Aktuell säumen die neuesten Beiträge aus den Kategorien “The Walking Dead” und “Game of Thrones” den zuletzt veröffentlichten Beitrag.

Darunter laufen die zuletzt veröffentlichten Beiträgen nach chronologischer Sortierung in einen Newsfeed. Werbung wurde hier in die rechte Randspalte verbannt, um den Lesern eine ungestörte Navigation durch die Seite zu ermöglichen und der Vermarktung trotz alledem einen fixen Platz auf Serienfuchs einzuräumen.

Wie bereits vor dem Relaunch, wurde auch dieses Mal bewusst auf Ablenkungen (beispielsweise neuesten Trailern oder einem Twitter-Feed) auf der Startseite verzichtet.

Umfangreiche optische Anpassungen der Beitragsdetailseiten

Beitragsseite vorher - nachher
Beitragsdetailseite nach (links) und vor dem Redesign (rechts)

Neben funktionalen Aspekten spielte selbstverständlich auch die weitere ästhetische Aufwertung der Plattform eine große Rolle: So haben die Beitragsdetailseiten hauptsächlich ein optisches Redesign erhalten. Ihre Struktur, der sich in den vorangegangenen Monaten deutlich bewährt hat, wurde beibehalten.

Das Beitrags-Bild wurde etwas verkleinert und befindet sich gemeinsam mit der Überschrift jetzt oberhalb der Scrollkante – vor wenigen Monaten wurde man beim Klick auf den Artikel von einem weitaus größeren Beitragsbild erschlagen, welches über die Scrollkante hinausreichte.

Die Social-Sharing-Buttons befinden sich seit dem Redesign zwischen Überschrift und Text-Teaser. Zur Durchblutung von der Seite befinden sich, neben internen Verlinkungen im Beitrag selbst, am Ende der Seite gleich zwei große Bereiche mit Leseempfehlungen. Unterhalb der Autoren-Beschreibung werden dem Leser ab sofort zusätzlich drei themenverwandte Beiträge vorgeschlagen. Neben Plista und bewährten Banner-Plätzen der OMS, setzt man in Sachen Vermarktung zusätzlich auf Native Advertising und Affiliate-Marketing.

Neue trennscharfe und anpassbare Navigation

Aufgeräumt wurde vor allem die Header-Navigation von Serienfuchs – eine der größten Baustellen des früheren Layouts, das sich auf die Punkte “News”, “Serien” und “Foxy” beschränkte. Dadurch, dass einzelne Artikel oft in mehreren Kategorien veröffentlicht wurden, wurden die Bereiche “News” und “Serien” in der Navigation schnell redundant, da sie sich zum Teil überschnitten. Mit dem Redesign wurde dies grundlegend verändert, um eine zukünftige Vermischung der Navigations-Bereiche zu verhindern.

Navigation vorher - nachher
Serienfuchs-Navigation aktuell (links) und vor dem Redesign (rechts)

Trafficstarke Serien werden nun direkt in der Navigation verlinkt und können nach Belieben (und Interessen-Schwankungen der Leser) angepasst werden. Neben angesagten Serien wurde der “Über uns”-Bereich zurück in die Navigation gehoben. Ein verstecktes so genanntes “Fly-out-Menü” neben dem Logo ermöglicht einen Überblick über alle Serien, über die auf Serienfuchs.de bereits berichtet wurde. Mit einem Klick kommt man so auf die entsprechende Themenseite.

Die Macher des Serienfuchs sind zuversichtlich, durch den Relaunch den stetig wachsenden Anforderungen konzeptioneller wie struktureller Art gewachsen zu sein und sich weiter von der breiten Masse abzuheben:
“Durch das Redesign von Serienfuchs haben wir es geschafft, die Webseite optimal an die neuesten technischen und inhaltlichen Anforderungen der Suchmaschinen wie Google anzupassen. Dadurch haben wir die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen mehr als verdreifacht. Aber durch den Relaunch ergeben sich auch neue Monetarisierungsmöglichkeiten, die uns eine längerfristige Planung des noch jungen Projekts ermöglichen.” (Alexander Steichele, Leitung serienfuchs.de)

Bei Fragen können Sie uns auch gerne eine E-Mail schicken:

Online-Workflow bei der RMA: Auch externe Mitarbeiter erstellen ihre PR-Beiträge direkt im Redaktionssystem

Mitarbeiter der Regionalmedien Austria (RMA) können mittels eines neu entwickelten PR-Editors ab sofort PR-Beiträge, die im Anzeigenplanungstool von ProcSet angelegt wurden,  direkt im Redaktionssystem von Gogol Publishing erstellen und bearbeiten. Über einen per E-Mail versendeten Link können zudem auch externe Mitarbeiter Zugang ins System erhalten und so bequem ihre Texte und Bilder bis kurz vor Drucklegung anpassen – ohne dafür auf Indesign oder einen Zugang zu Procset angewiesen zu sein.

Online-Workflow bei der RMA

Der dadurch ermöglichte Workflow im Printsystem von Gogol Publishing erleichtert noch einmal deutlich die Zusammenarbeit mit externen Partner und freien Autoren: Er erlaubt externen Mitarbeitern der RMA die Nutzung ihres browserbasierten Printpublishingsystems zur Gestaltung ihrer PR-Beiträge. Der Mitarbeiter bekommt dazu eine E-Mail, in der ein Link zum zu gestaltenden PR-Beitrag enthalten ist. Dabei erhält er lediglich Zugriff auf seinen persönlichen Beitrag, weitere Inhalte sieht er nicht bzw. kann diese nicht bearbeiten.

Von Procset zu Gogol und wieder zurück zu Procset

Der Workflow entstand in Form einer engen Verzahnung mit ProcSet, einem ebenfalls onlinebasierten System, welches die RMA für ihren Anzeigenworkflow  nutzt: Gebuchte und angelegte PR-Beiträge können jetzt per Knopfdruck direkt in den Editor des Printpublishingsystems von Gogol importiert und alternativ auch dort durch einen externen Mitarbeiter bearbeitet werden. Dies geschieht, indem aus ProcSet heraus direkt ein Link per Mail an einen externen Mitarbeiter versendet wird. Eine fertig gestaltete PR wird dann dann direkt aus dem Printpublishing von Gogol heraus zurück zu Procset als PDF übertragen, wenn der Nutzer auf “Exportieren” klickt.

PRs im vorgegebenen Layout ohne Procset oder Indesign erstellen und ohne Mehraufwand online stellen

Externe Mitarbeiter können somit sehr einfach – und ohne Zugang zu ProcSet oder InDesign haben zu müssen – PR-Beiträge im vorgegebenen RMA-Print-Layout erstellen. Zusätzlich besteht für die RMA auch die Möglichkeit, die in Gogol erfassten PR-Beiträge ohne Mehraufwand in einen Online-Artikel zu überführen, welcher für die Veröffentlichung angepasst werden kann.

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Medienwandel ist auch Methodenwandel — Der Prozess ist entscheidend für den Erfolg

Große wie kleine Medienhäuser, die den aktuellen Umbruch erfolgreich mitgehen und mitgestalten möchten, stehen vor schwierigen Herausforderungen. Bestehende Formate müssen neu konzipiert, moderne Plattformen und Kanäle bespielt, Workflows müssen angepasst werden, um dem Leser ein umfassendes Angebot liefern zu können und neue Zielgruppen zu erschließen. Wer nun den veränderten Anforderungen mit einer alt bewährten Denkweise begegnet, begeht einen fatalen Fehler, denn das klassische Projektvorgehen nach dem Modell “Wasserfall” birgt hohe Risiken.

Deshalb setzt die bayrische Tageszeitung “Der Neue Tag” aus Weiden(299.000 Leser) bei der Einführung ihres neuen Redaktionssystems auf das agile Vorgehensmodell von Gogol Publishing, das mit modernen Methoden und Toolkits, kurzen Arbeitszyklen und heterogenen Projektteams eine passgenau entwickelte Lösung für den Kunden ermöglicht.

Kunden beim Test
Testen, anpassen, testen, anpassen: Agiles Vorgehen nähert sich stetig dem, was der Kunde wirklich möchte

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte ihr Lastenheft oder Ihren Anforderungskatalog

Typischer Bestandteil eines klassischen Projektvorgehens sind monumentale Lastenhefte, die zu Beginn des Projekts definiert und im späteren Verlauf nicht mehr angerührt werden. Bereits hier sollen alle Feinspezifikationen für die Anforderungen an das neue System festgelegt werden, was nicht nur äußerst schwierig, sondern auch wenig sinnvoll ist. Oft wird erst beim Testen des neuen Systems klar, wie die veränderten Anforderungen genau aussehen oder welche Features tatsächlich benötigt werden.

Darüber hinaus ergibt sich heutzutage ein weiteres Problem: Medienhäuser und ihre Produkte sind einem steten Wandel unterworfen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das System, mit dem sie ihre Angebote realisieren, diesem Wandel standhalten und sich ebenfalls flexibel anpassen muss. Spätestens jetzt erscheint das klassische “Wasserfall”-Modell nicht mehr zeitgemäß, denn hier steht dem Verlag oft erst nach einer langen Implementierungszeit von bis zu einem Jahr ein lauffähiges System zur Verfügung. Zu diesem Zeitpunkt sind dann die meisten Aufwendungen bereits versenkt und jede Anpassung wird aufwendig und teuer – Enttäuschung ist die Folge.

Toolkits zum Ausprobieren und eine gemeinsame Sprache

“Der Neue Tag” in Weiden konnte bereits nach zwei Monaten eine erste Version seines Redaktionssystems in der “Sandbox” testen und mit geeignetem Werkzeug und Toolkits spielerisch-explorativ die neuen Möglichkeiten ausprobieren. Sowohl Entscheider als auch spätere Systemnutzer waren dadurch maßgeblich an der Entwicklung ihres eigenen Systems beteiligt und wurden zu “Co-Entwicklern”, die auf Augenhöhe mit dem Anbieter gemeinsam wichtige Entscheidungen trafen. Unklarheiten und Ängste werden so von Beginn an aus dem Weg geschafft.


Thomas Maul

„Jeder, der über eine Systemeinführung nachdenkt, sollte das agile Vorgehen von Gogol Publishing gesehen haben.“

Thomas Maul, Geschäftsführer “Der Neue Tag”


Verlagsbranche unter Innovationsdruck

Ein agiles Vorgehen mit frühem Feedback und permanenter Weiterentwicklung ist für andere Branchen mit hohem Innovationsdruck schon lange Standard. Auch die Verlagsindustrie muss diesem Vorbild folgen, wenn sie den Wünschen der Leser und den Anforderungen der Digitalisierung nachkommen will. Eine fundamentale Transformation von Workflows und Prozessen ist mittlerweile unerlässlich, um im Medienwandel zu bestehen.

Gogol Publishing stellt das agile Vorgehen auf der World Publishing Expo (IFRA-Expo) vor

Auf der World Publishing Expo stellt Gogol Publishing vom 5. bis zum 7. Oktober 2015 das agile Vorgehen im Rahmen von Vorträgen und Standpräsentationen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zur Messe. Besuchen Sie uns einfach in Hamburg an Stand Nr. 1.560 (direkt am Media Port “Revenue” in Halle A1) auf einen Kaffee. Terminvereinbarung unter gogol-publishing.de/ifra-expo-2015.

Die 10 erfolgreichsten Lokalzeitungen auf YouTube: Welche Videos bringen die größte Reichweite?

Auch regionale Zeitungen in Deutschland setzen massiv auf das Medium Video. Wir haben uns die zehn meistbesuchten YouTube-Kanäle deutscher Tageszeitungen und deren erfolgreichste Videos angesehen: Welche Bewegtbilder sind die absoluten Klickkönige, welche lokalen Inhalte funktionieren am besten?

 

1. tz München (27,11 Mio Gesamtaufrufe)

tz

Fußball  im Lokalen zieht immer, gerade wenn man in der Landeshauptstadt der Bayern publiziert: Fast 900.000 Mal wurde bislang das erfolgreichste Video der Münchner, die “Brutalo-Grätsche gegen Bastian Schweinsteiger”, aufgerufen. Auffällig sind die vielen Dislikes, die wohl hauptsächlich damit zu tun haben, dass der FC Bayern München bei vielen Fußballfans eher ein Reizthema ist.

tzonline auf YouTube

2. Hessische/Niedersächsische Allgemeine (20,62 Mio Gesamtaufrufe)

hna3

Die nahe Umgebung oder gar das eigene Städtchen einmal auf der großen Leinwand sehen? Im Fall von “Ostwind 2”, der auf einem Gut im hessischen Immenhausen und damit im Verbreitungsgebiet der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) spielt, schlägt das große Interesse der Bewohner mutmaßlich auch auf die Beliebtheit des Trailers durch: 300.000 Klicks seit Juli 2014 und damit das erfolgreichste Video der HNA.

hnaonline auf YouTube

3. Berliner Morgenpost (10,68 Mio Gesamtaufrufe)

berlinermorgenpost2

Fußball zieht natürlich auch in Berlin. Das erfolgreichste Video der Berliner Morgenpost zeigt jubelnde Fußballfans beim WM-Halbfinale 2014 gegen Brasilien. Bereits 1,1 Mio. Zuschauer sahen sich noch einmal die feiernde Menge und den stetig wachsenden Unglauben in vielen Gesichtern ob der Ereignisse an.

Berliner Morgenpost auf YouTube

4. Münchner Merkur (8,60 Mio Gesamtaufrufe)

münchnermerkur

Flashmobs sind Zuschauermagneten. Das gilt auch für den klasse gefilmten “Rock mi”-Flashmob der Band VoXXclub in einem Pullacher Biergarten, der über 450.000 Mal auf dem Kanal des Münchner Merkurs angeklickt wurde.

merkuronline auf YouTube

5. Hamburger Abendblatt (3,99 Mio Gesamtaufrufe)

hamburger

Blaulicht ist auch beim Hamburger Abendblatt ein zuverlässiger Klickgarant. Das Video aus dem ProVida-Wagen zeigt, wie die Polizei einen “Rekord-Raser” verfolgt, der mit 291 km/h (und somit genau 191 km/h zu schnell) über die Autobahn brettert. Ein Polizist erklärt zudem, mit welchen Folgen der Fahrer nun rechnen muss.

abendblatttv auf YouTube

6. Thüringer Allgemeine (3,75 Mio Gesamtaufrufe)

thüringer

Das beliebteste Video der Thüringer Allgemeinen: Ein Feuerwehrwagen landet auf dem Weg zum Einsatz selbst im Straßengraben. Mit diesem außergewöhnlichen Unfallbericht in bewegten Bildern konnte die Tageszeitung aus dem Freistatt deutlich über 300.000 Klicks von Schaulustigen erzielen, allerdings in einem Zeitraum von mittlerweile über drei Jahren.

Thueringer Allgemeine auf YouTube

7. Schwarzwälder Bote (3,65 Mio Gesamtaufrufe)

schwarzwälder

Berichte über Verkehrsunfälle sind natürlich in jeder Lokalzeitung Standard. Beim Schwarzwälder Boten drehen sich gleich die acht meistgeklickten Videos um derartige Unglücksfälle. Das am häufigsten gesehene Video zeigt die Aufräumarbeiten nach einem tödlichen Unfall von zwei Jugendlichen mit einem Porsche.

Schwarzwälder Bote auf YouTube

8. Lausitzer Rundschau (3,65 Mio Gesamtaufrufe)

lausitz2

Die Lausitzer Rundschau scheint ihr Rezept für Erfolg auf YouTube gefunden zu haben, der weniger im Lokalen liegt: Tanzkurse! Auf den vordersten Plätzen finden sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Walzer bis Disco Fox. Erst auf Platz 6 dann ein erster Inhalt mit halbwegs lokalem Bezug, der Bericht von einer Kinopremiere in Cottbus.

Lausitzer Rundschau auf YouTube

9. Passauer Neue Presse (3,53 Mio Gesamtaufrufe)

passau

Die Passauer Neue Presse veröffentlichte in ihrem bislang erfolgreichsten Video spektakuläre Luftaufnahmen der überfluteten Stadt mit Umgebung während des Hochwassers 2013.

Passauer Neue Presse auf YouTube

10. Leipziger Volkszeitung (3,45 Mio Gesamtaufrufe)

leipzig

Nackte zeichnen für den guten Zweck: Über den (zugegeben langen) Zeitraum von nun vier Jahren sammelte das beliebteste Video der Leipziger Volkszeitung fast 230.000 Views. Obwohl kaum nackte Haut zu sehen ist, hat YouTube dem Video vorsorglich eine Altersbeschränkung verpasst.

LVZ-Online auf YouTube

Fazit

Unsere kleine Auswertung berücksichtigt zwar nicht die unterschiedlichen Zeiträume, in denen die Klicks der jeweils erfolgreichsten Videos auf den 10 Lokalzeitungskanälen mit der größten Reichweite jeweils generiert wurden, zeigen aber trotzdem eine klare Tendenz, die so überraschend indes nicht ist: Spannende und emotionale Themen aus der Region laufen gut auf YouTube, wenn sie mit aussagekräftigen, plakativen Titeln versehen sind und den lokalen Bezug gut sichtbar hervorheben.

Die Vermarktungserlöse für Publisher hinken bei einer Veröffentlichung über YouTube selbstgehosteten Videos mit speziellen Videovermarktungsformen natürlich hinterher, bieten Tageszeitungen aber einen leichten Einstieg in das Videopublishing und erzielen schnell Reichweite. Nicht nur über den direkten Aufruf per YouTube sind die Videos gut auffindbar, auch auf den Suchergebnisseiten von Google & Co. werden Videoinhalte relativ hoch platziert.

Früher war alles besser? Diese 11 Startseiten von Newsportalen beweisen das Gegenteil

Klare Struktur, große Fotoflächen, reduzierte Farben – auch an Nachrichtenseiten gehen Designtrends nicht spurlos vorbei. Unser Vergleich in Bildern zeigt: Einige große Newsportale sind im Vergleich zum Jahr 2005 kaum wiederzuerkennen.

1. SPIEGEL ONLINE

Der Spiegel

“SPIEGEL ONLINE” konnte sich auch 2005 schon sehen lassen. Mittlerweile wird die Startseite allerdings von der großen Bildfläche oben geprägt, das Menü ist von links nach oben gewandert.


2. DIE WELT

Die Welt

Auch “DIE WELT” setzt mittlerweile auf ein schlichtes Design, das den ersten Artikel sehr prominent über die ganze Seitenbreite präsentiert. Insgesamt hat sich die Darstellung deutlich beruhigt.


3. ZEIT ONLINE

Zeit Online

Der Leser bei “ZEIT ONLINE” wurde 2005 optisch vergleichsweise verwöhnt, schon damals wirkte die Seite nicht überladen und wenig fragmentiert. Die horizontale Menüleiste findet mittlerweile allerdings auch hier Eingang in die Gestaltung.


4. Neue Züricher Zeitung

Neue Züricher Zeitung

Auch die “Neue Züricher Zeitung” folgte zwischenzeitlich dem neuen Trend zu mehr Schlichtheit und hat sich zudem ein dezentes Grau als Hintergrund gegeben, das die reduzierten Elemente zusätzlich stabilisiert.


5. EL MUNDO

El Mundo

“EL MUNDO” zeigt, dass man in Spanien ebenfalls auf schlankes Design setzt. Die Homepage wirkt wie das Ergebnis einer achtwöchigen Mittelmeerdiät.


6. la Repubblica

la Repubblica

Die italienische “la Repubblica” hat ihre textlastigen Teaser aufgehübscht, wobei die Bildflächen auch heute noch vergleichsweise klein ausfallen.


7. THE INDEPENDENT

The Independent

Trotz dreizeiliger Überschriften lädt die aktuelle Startseite des britischen “INDEPENDENT” zum Stöbern ein – die Masse der blauen Textlinks auf der alten Homepage hingegen schmerzt leicht im Auge des Betrachters.


8. The New York Times

The New York Times

Auch die wohl bekannteste Newsseite der Welt “The New York Times” liegt mit ihrem Online-Auftritt voll im Trend: Großzügige weiße Flächen sorgen für Übersichtlichkeit und dezente Eleganz. Insgesamt erinnert das neue Design stark an das der Printausgabe.


9. THE WALL STREET JOURNAL

Wall Street Journal

Das “WALL STREET JOURNAL” nimmt sich ebenfalls Anleihen an aktuellen Designtrends, setzt dabei aber kaum auf überdimensionierte Bildflächen. Trotzdem wirkt die Seite deutlich ruhiger und luftiger als früher.


10. CHINA DAILY

China Daily

Im Reich der Mitte zeigen sich ähnliche Entwicklungen: Die quietschbunte Startseite des “China Daily” mit dem Charme einer Messiewohnung ist im Vergleich zur aktuellen Gestaltung kaum wiederzuerkennen.


11. The Sydney Morning Herald

Sydney Morning Herald

Mit dem australischen “Sydney Morning Herald” beschließen wir den kleinen Vergleich. Hier fallen die optischen Anpassungen insgesamt geringer aus. Neben der neuen Luftigkeit trägt auch das aktuelle Logo, das an die “New York Times” erinnert, seinen Teil auf dem Weg zu mehr gestalterischer Eleganz bei.

So wirkte die Umstellung auf Gogol bei der Berliner Woche – unmittelbarer Erfolg und hohes Potenzial

Im Februar diesen Jahres startete die Berliner Woche mit der Portal-Lösung von Gogol Publishing. Die Umstellung zeigte sofort Wirkung und erzielte deutlich messbare Erfolge in Form von hohen Reichweitensteigerungen. Doch das Beste ist: Mittel- und langfristig ist noch einiges mehr zu erwarten. Vergleiche mit anderen Kunden zeigen, dass das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Berliner Woche - Reichweitensteigerung

Ausgereifte Optimierung des Systems auf Usability und Reichweite bringt rasanten Zuwachs der Seitenaufrufe

BWO Visitsteigerung

Bereits innerhalb weniger Wochen waren die Vorteile der Umstellung des Berliner Woche Onlineportals auf das Gogol System zu spüren. In dieser kurzen Zeit steigerte sich die Zahl der Seitenaufrufe um 66 Prozent, was die Umstellung zu einem vollen Erfolg machte. Der Zuwachs ist vor allem der ausgereiften Optimierung des Systems auf Reichweite und Usability zu verdanken. Die Berliner Woche konnte außerdem von den Erfahrungen profitieren, die Gogol bei zahlreichen anderen Portal-Umstellungen sammeln konnte.

Reichweitenboost durch SEO und Social-Media-Optimierung

BWO Reichweitensteigerung

Suchmaschinen- und Social-Media-Optimierung sind die Werkzeuge, um Websiten ganz nach vorne zu bringen. Gogol Publishing kann sich auf seine zehnjährige Erfahrung in diesem Bereich stützen, die auch der Berliner Woche zugutekommt. So konnte seit der Umstellung ein Zuwachs der SEO-Visits von 39 Prozent erreicht werden. Bei den Besuchen durch Social Media Kanäle waren es sogar 47 Prozent.

Der Erfolg anderer Kunden zeigt: zehn- bis zwölffache Reichweite wahrscheinlich

Visitsteigerung

Die bisherigen Erfolge sind aber nur der Anfang. Das zeigt ein anderer Kunde von Gogol, die Regionalmedien Austria AG. Die Nummer 1 am österreichischen Zeitungsmarkt konnte seine Reichweite seit der Umstellung auf das System von Gogol verzwölffachen. Auch die Berliner Woche hat das Potenzial Reichweitesteigerungen in dieser Größenordnung zu erreichen, denn die Hebel des Systems, gerade was SEO, Social Media und die Einbindung und Stärkung von Autoren angeht, entfalten erst nach längerer Zeit ihre volle Wirkkraft. Das weiß auch Ingo von Brunn, Leiter Online bei der Berliner Woche:

“Die Lösung von Gogol Publishing bietet uns mit bewährten Produkt-Features und fortlaufender Optimierung ein solides Online-Fundament und schafft beste Voraussetzungen für langfristiges, organisches Reichweitenwachstum.”

Grüne Revolution 2.0 – WhatsApp als Traffictreiber für lokale Nachrichtenseiten

WhatsApp ist für Millionen junge Menschen in Deutschland der Kommunikationskanal Nr. 1. Doch wie können Publisher von der Popularität der mobilen Messaging-Anwendung profitieren? Gerade bei lokalen Nachrichtenanbietern ist das Potential groß. Erste Zahlen: Beeindruckende Wirkung des WhatsApp-Sharebuttons

Whatsapp

Buttons zum Teilen über Facebook und Co. haben längst ihren festen Platz unter den Beiträgen von News-Webseiten. Shares über soziale Netzwerke sind für viele Portale mittlerweile riesige Trafficlieferanten. WhatsApp hingegen fristet selbst auf für mobile Geräte optimierten Seiten vergleichsweise noch ein Schattendasein.

Bei großen und innovativen Publishern ist inzwischen allerdings der grüne Button der Messaging-App immer häufiger zu sehen. Auch bei den Kunden von Gogol Publishing wie Regionalmedien Austria mit meinbezirk.at oder dem Lokalkompass von FUNKE gehört er auf der mobilen Webseite bereits zum Standard. Mit weltweit über 700 Millionen aktiven Nutzern und 30 Milliarden versendeten Nachrichten pro Tag birgt WhatsApp als Trafficmaschine sicherlich noch ein gewaltiges ungehobenes Potential.

Fallstudien: Fußball-Erstligist FC Valencia
Mobile Webseite des FC Valencia

Dies zeigen auch erste Fallstudien:

Während News-Publisher bislang bei der Verlautbarung von konkreten Zahlen Zurückhaltung üben, veröffentlichte der spanische Fußball-Erstligist FC Valencia unlängst Daten von seiner Vereins-Webseite.

Demnach nutzten Besucher der Webseite, die Inhalte teilten, den Facebook-Button zu 35%, Twitter zu 19%, Google+ zu 13% und WhatsApp zu 33%. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund erstaunlich, dass der WhatsApp-Button praktisch nur Nutzern angezeigt wird, die per Smartphone auf die Seite zugreifen.

Nach Angaben des FC Valencia werden die durch Nutzer via WhatsApp geteilten Links zudem deutlich häufiger angeklickt. So lag die Klickrate bei den WhatsApp-Shares bei 48% gegenüber 27% bei Facebook, 22% bei Twitter sowie lediglich 3% bei Google+. Knapp jeder zweite Nutzer folgte also dem über die Messenger-Anwendung erhaltenen Empfehlungslink.

Diese Fallstudie ist sicherlich nur mit Vorsicht auf reine Newspublisher sowie die Situation in Deutschland übertragbar (in Spanien beziehen laut einer Studie des Reuters Institute bereits 26% der Befragten ihre News auch über WhatsApp gegenüber lediglich 6% in Deutschland).

Allerdings lässt sie doch die in diesem Zusammenhang stehenden Chancen für Redaktionen hierzulande erahnen, ihren Nutzer auch das Teilen von Inhalten über WhatsApp zu ermöglichen.

Hinweise auf die überzeugende Performance des WhatsApp-Buttons bei deutschen Tageszeitungen liefert etwa der Fränkische Tag mit seiner Webseite infranken.de. Die Oberfranken setzten schon früh auf die Einbindung von WhatsApp in ihr Nachrichtenangebot. Im Januar 2015 veranstalteten sie sogar eine WhatsApp-Konferenz, auf der auch konkrete Zahlen benannt wurden.

Bei einer Userbefragung gaben 25% der WhatsApp-Nutzer an, bereits öfter Texte über den Dienst geteilt zu haben; bei den Facebook-Nutzern hingegen waren dies lediglich 15%.

25,3 % der WhatsApp-Nutzer sagten, mehrere Texte per WhatsApp geteilt zu haben. (Facebook 15,6%)

WhatsApp als direkter Verbreitungskanal für Redaktionen

WhatsApp-Aktion beim Fränkischen Tag
WhatsApp-Aktion beim Fränkischen Tag

Neben der Bereitstellung des WhatsApp-Share-Button unter seinen Beiträgen nutzt der Fränkische Tag den Dienst seit Dezember 2014 zudem als direkten Verbreitungskanal für lokale Meldungen. Auch dies mit großem Erfolg: Bis Ende Februar registrierten sich bereits über 4.400 Nutzer, um werktäglich zwischen drei und fünf von der Redaktion ausgewählte Nachrichten zu empfangen. Die Zufriedenheit ist groß: Über 90% der User wollen die Mitteilungen auch künftig erhalten.Zudem werden die über den Dienst erhaltenen Meldungen gerne weitergeleitet: 27% der Befragten schickten die Inhalte auch an andere WhatsApp-Nutzer. Doch warum nutzen angesichts solcher Erfolgsmeldungen nicht mehr Nachrichten-Webseiten diesen neuen Kanal etwa für News-Alerts?

Technische Hürden bremsen Redaktionen aus

Erstellung einer Broadcast-Liste
Erstellung einer Broadcast-Liste

Ein gewichtiger Grund für die Zurückhaltung liegt sicherlich in der komplexen Handhabung der Anwendung. Leser müssen die Nummer der Redaktion ihren Smartphone-Kontakten hinzufügen und an diese anschließend ein Stichwort senden.

Der Nutzer muss dann einer Broadcast-Liste hinzugefügt werden, deren Umfang WhatsApp-seitig auf je 256 Empfänger beschränkt ist. Bei der Verwaltung dutzender Listen kommen Performanceprobleme hinzu. Auch bei der Desktop-Version ist die Handhabung nach wie vor komplex. Für manch kleine Redaktion, die sowieso bereits an ihrer personellen Kapazitätsgrenze arbeitet, ist dieser Mehraufwand also sicherlich nur schwer aufzubringen.

Ein weiterer Grund, warum Redaktionen bei der Verbreitung ihrer Nachrichten per WhatsApp zögern, ist das unzureichende Targeting. Die Publisher wissen in den meisten Fällen kaum mehr über den jeweiligen Empfänger als seine Handynummer.

Zudem werden über Massengertools vermittelte Aufrufe in Analysetools grundsätzlich nicht als solche erkannt. Als Quelle dafür wird in Google Analytics & Co. lediglich “direkt” ausgewiesen. Dieser nicht zuzuordnende, “Dark Social” genannte Trafficanteil ist möglicherweise auch ein Grund dafür, dass vielen Publishern die Bedeutung von WhatsApp für ihre Reichweite noch nicht in Gänze bewusst ist.

Zusätzlich mag die Sorge um den Datenschutz bei einigen Publishern eine Rolle spielen. Während die Einbindung des WhatsApp-Sharebuttons aus Sicht von Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht in dieser Hinsicht keine großen Bedenken aufwirft, sollte der Einsatz als direkter Kommunikationskanal für Redaktionen im Einzelfall geprüft werden. Zumindest eine angepasste Datenschutzerklärung scheint unverzichtbar.

Fazit: Große Chancen vor allem für lokale News-Anbieter

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Redaktionen gut daran tun, sich zeitnah mit WhatsApp als neuem Newskanal auseinanderzusetzen. Es bestehen in diesem Zusammenhang sicherlich noch einige Hürden und Unsicherheiten, der unbestreitbare Mehraufwand für Einrichtung und Betrieb ist auch nicht zu unterschätzen.

Allerdings kann vor allem die Zielgruppe der jungen Leser durch ein attraktives WhatsApp-Angebot nachhaltig aktiviert und an die eigene Medienmarke gebunden werden. Aufgrund der technischen Limitierungen bzw. der bislang fehlenden Tools zum unaufwendigen Massenversand können vor allem Angebote mit kleinen und mittleren Nutzerzahlen profitieren. Hier bieten sich also gerade für lokale Nachrichtenangebote großartige Möglichkeiten.

Gogol Publishing erhebt gegenwärtig eigene Zahlen zur Analyse der Effektivität von WhatsApp als Verbreitungsweg für Nachrichtenbeiträge. Abonnenten des Newsletters werden bei Vorliegen der Fallstudie automatisch informiert.