Kategorie: Leserreporter

“Kümmere dich um deine Lokalen!” – Lokaljournalismus stärken

Fünf Chefredakteure großer Lokalzeitungen übernehmen für eine Woche die Zeitung der kleinen Nordsee-Insel Föhr. meedia berichtet in einem Artikel über dieses interessante Projekt. Nach sieben Tagen lautet das Fazit der Redakteure: Zeitungen sollten sich mehr um ihre Lokaljournalisten kümmern. Doch wie kann dies funktionieren? Zum Beispiel, indem man seine Autoren stärker einbindet.

Lokaljournalismus stärken

Die fünf Chefredakteure von der Rheinischen Post (RP), der SHZ, den Ruhr Nachrichten (RN), der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und der Westfalenpost (WP) machten sich Ende Juli dieses Jahres auf, um für eine Woche den Insel-Boten von Föhr zu produzieren. Michael Bröcker, eigentlich Chefredakteur bei der RP, erklärt in einem Interview mit meedia, warum gerade der Insel-Bote ausgewählt wurde: „Die Redaktion, die wir übernehmen wollten, sollte möglichst klein sein. Zudem darf man nicht mehr wegkommen, damit uns auch wirklich kein Geschäftsführer zurückrufen kann. Deshalb eine Insel“.

Normalerweise erstellen nur zwei Redakteure den Insel-Boten. Die Chefredakteure haben in dieser Woche die Arbeit von Lokaljournalisten noch mehr zu schätzen gelernt. Bröcker dazu: „Föhr hat uns geerdet und gezeigt, wie wichtig Lokaljournalismus ist. Die wichtigste Botschaft für uns: kümmere Dich um Deine Lokalen“. Denn dort liege die Zukunft. Eigentlich müsste mehr Kraft in das Lokale gegeben werden, mehr Redakteure eingestellt werden. Damit auch die digitalen Bereiche befüllt werden könnten, müsste strategisch auch nur dort investiert werden, so der Redakteur.

Stärkere Einbindung von Autoren birgt viel Potenzial, richtige Werkzeuge erleichtern Redakteuren die Arbeit

Gerade im Lokaljournalismus ist man stark auf die Zusammenbarbeit mit freien Mitarbeitern, sogenannten Pauschalisten, angewiesen. Darin steckt noch viel Potenzial. Einfachere und effizientere Workflows sind zum Beispiel möglich, wenn Verlage freien Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Artikel direkt in das Redaktionssystem des Verlags einzuspeisen. Besonders gut funktioniert das, wenn browserbasiert gearbeitet und von überall auf das System zugegriffen werden kann. Dies spart zudem Extrakosten für zusätzliche Lizenzen. Ideal ist es, wenn Workflows so aufgesetzt werden können, dass jeder Mitarbeiter genau die Aufgaben und Rechte im System hat, die er braucht. 

Eingabemaske

Ein gutes Management von Autoren gibt freien Mitarbeitern beispielsweise die Möglichkeit ohne festen Arbeitsplatz in der Redaktion arbeiten zu können. So können sie von überall aus mit einem Standard-Rechner und -Browser arbeiten – mit klar definierten Aufträgen, die die Mitarbeiter einfach erhalten können und die auch einfach dokumentiert werden können. Redakteure wiederum sollten Aufträge für Inhalte einfach erstellen und koordinieren können, die Themenplanung am Desk systematisieren oder die Performance der Autoren einsehen können. Mit einem jeweils genau zugeschnittenen Arbeitsbereich mit ihren Aufträgen, ihren Artikeln und Entwürfen sowie speziellen Analyse-Dashboards zu der Reichweite ihrer Beiträge können Verlage ihre wertvollste Ressource erfolgreich managen und unterstützen.

Lesen Sie hierzu auch: Honorarabrechnung mit freien Mitarbeitern einfach gemacht und Lokales in der Zeitung ist noch wichtiger als vermutet.

 

Neuere Verfahren bei der Messmethode zeigen: Lokales in der Zeitung ist noch wichtiger als vermutet

Der Schweizer Wissenschaftler und Unternehmensberater Dr. Carlo Imboden hat das Verhalten von Lesern mittels des sogenannten Readerscan-Verfahren untersucht, bei dem eine Versuchsperson mit einem elektronischen Lesestift kennzeichnet, an welchen Stellen er am Text aussteigt. Diese Methode soll eine wesentlich genauere Messung als bei bisherigen Verfahren ermöglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Obwohl das Lokale auch früher schon wichtig für den Leser war, nimmt seine Bedeutung in den letzten Jahren rasant zu. Grund dafür ist die immer stärkere Durchdringung des alltäglichen Lebens durch das Internet und dessen Nutzung durch Computer und Smartphones.

Dass lokale Informationen für Leser eine hohe Bedeutung haben, wurde immer vermutet und auch durch Leserbefragungen immer wieder bestätigt. In einem Interview in der Drehscheibe zeigt der Medienforscher Dr. Carlo Imboden, was sie durch das neuartige Messverfahren, das wesentlich genauere Ergebnisse liefern kann, herausgefunden haben: Es bestätigt sich auch hier, dass lokale Informationen bevorzugt gelesen werden, aber es ist auch zu erkennen, dass sich dieser Trend gerade in der gedruckten Zeitung in den letzten Jahren noch einmal verstärkt hat. Warum ist das so? Laut Imboden liegt dies nicht – wie üblich vermutet – ausschließlich an der jüngeren Generation, die sich lieber online informiert, sondern daran, dass der typische Zeitungsabonnent mit einem Durchschnittsalter von 45-55 Jahren inzwischen ebenfalls ein anderes Konsumverhalten an den Tag legt: “Diese Leute haben heute auch fast alle einen Internetzugang am Arbeitsplatz und entwickeln inzwischen dasselbe Rezeptionsmuster wie die Jüngeren. Sie haben sich eben auch angewöhnt, schnell noch einmal in ein Newsportal hineinzuschauen und sich zu informieren, bevor sie um 17 Uhr nach Hause gehen”, so Imboden. Damit würden die üblichen Informationen, die im Mantelteil einer Zeitung stehen, zunehmend uninteressanter und das Interesse verlagert sich weiter in den lokalen Teil.

Auswertungen zeigen: Lokalnachrichten sind das beliebteste Thema bei Zeitungslesern.
Auswertungen zeigen: Lokalnachrichten sind das beliebteste Thema bei Zeitungslesern.

“Lokales wird entscheidender für die Kaufbereitschaft der Leser”

Die Konsequenz daraus ist, dass sich die klassische Zeitung – wenn sie weiterhin Leser haben möchte, die bereit sind, in Form eines Abonnements für die Inhalte zu bezahlen – um qualitativ hochwertige und Mehrwert stiftende Berichterstattung kümmern muss. Das reine Abdrucken von typischen “Vereinsmeldungen, […] Ehrungen und Jubiläen” reiche dafür nicht aus, sondern “die lokalen Redakteure müssen herausfinden, was die Bevölkerung beschäftigt. Die Sorgen, Nöte, Ängste und Freuden müssen sie im Blatt aufgreifen” (Imboden) – nur so hätte die Zeitung eine Chance für die Zukunft.

Ohne die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort geht es nicht

Wie sich das konkret umsetzen ließe, lässt das Interview offen. Ein großes Problem von Zeitungen sind ja die immensen Kosten, die flächendeckende Lokalredaktionen verursachen. Um vollständig über die Themen, die eine Kommune umtreibt, informiert zu sein, bräuchte man einen gut ausgebildeten Redakteur an jedem noch so kleinen Ort – idealerweise mit einer Infrastruktur wie zum Beispiel einer Anlaufstelle in Form einer Zweigstelle. Doch dies ist kaum bezahlbar. Wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Hier kommt der von Jeff Jarvis geprägte Begriff des “networked journalism” ins Spiel: Durch enge Zusammenarbeit mit den Lesern vor Ort lässt sich die theoretisch notwendige aber nicht umzusetzende Omnipräsenz einer Redaktion nämlich trotzdem verwirklichen. Wenn die Leser  – ob als sogenannte Leserreporter oder auch als externe Autoren – als Impulsgeber fungieren und proaktiv über die Dinge berichten können, die ihnen wichtig sind, hat der Redakteur die Möglichkeit, Geschichten aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Gerade im Zusammenspiel von Online und Print eine oftmals ideale Lösung: Von Lesern selbst erstellte Bilder, Kommentare oder Geschichten werden für Print kuratiert und “veredelt” und schaffen so einen großen Mehrwert für die gedruckte Zeitung.

Externe Autoren können wichtige Funktionen der Inhalteerstellung übernehmen
Externe Autoren – wie zum Beispiel Leserreporter – können im Sinne eines networked journalism wichtige Funktionen im Prozess der Inhalteerstellung übernehmen.

Die richtigen Instrumente und die richtige Betreuung sind ausschlaggebend

Um Leser optimal an ein Portal binden zu können, braucht man die richtigen Instrumente und eine auf seine Bedürfnisse angepasste Infrastruktur. So muss die Kommunikation mit der Redaktion und anderen Autoren einfach und selbsterklärend sein. Ein regelmäßiges Feedback und ein Sich-Begegnen auf Augenhöhe sind zudem ein Muss, wenn sich Leser ernst genommen fühlen sollen. Wenn darüber hinaus auch noch Instrumente zur Reichweitensteigerung eigener Inhalte zur Verfügung gestellt werden, eröffnet sich für den Autor zudem die Möglichkeit, dazuzulernen und seine eigenen Beiträge stetig zu verbessern.

Weitere Infos zu diesem Thema liefert unsere Studie “Autoren stärken, Reichweite ernten” sowie die Case Study “Autorencockpits”.

Bei Fragen können Sie uns auch gerne eine E-Mail schicken:

WVW/ORA-Verlag erhält Auszeichung beim European Newspaper Congress 2015

Die Nachrichten-Community lokalkompass.de schreibt weiter Erfolgsgeschichte: Beim European Newspaper Award wurde dem WVW/ORA-Verlag, der den Lokalkompass betreibt, jetzt der „Award of Excellence“ in der Kategorie Konzept und Innovation verliehen.

Rund 500 Verlagsmanager und Redakteure kamen unlängst im prächtigen Wiener Rathaus zusammen, um beim European Newspaper Congress über aktuelle Entwicklungen und Innovationen aus der Medienbranche zu diskutieren und neueste Trends aufzuspüren. In Fachvorträgen zur Zukunft der Zeitung im Zeitalter des Internets wurde viel Mut gemacht: Die Stärken des gedruckten Wortes müsse in tiefgehende Geschichten übertragen werden.

Award of Excellence
Zeitungsdesigner Norbert Küpper (links) und Veranstalter Johann Oberauer (rechts) überreichten WVW/ORA-Geschäftsführer Haldun Tuncay (2.v. links) und Redaktionsleiter Thomas Knackert den „Award of Excellence“.

Award of Excellence für Konzept und Design

Einer der Höhepunkte des Kongresses, der dieses Jahr bereits zum 16. Mal stattfand, war die Verleihung der Awards of Excellence in diversen Kategorien des Zeitungsdesigns, etwa Methoden der Seitengestaltung und Visualisierung. Die international besetze Jury zeichnete dabei auch unsere Nachrichten-Community lokalkompass.de mit einem Award aus und lobte das vorbildliche Konzept und Design der Anzeigenblätter unseres Verlages, die durch ihre crossmediale Aufbereitung die Nachrichten-Community von lokalkompass.de optimal einbinden.

WVW/ORA-Geschäftsführer Haldun Tuncay freute sich sehr über die Auszeichnung:

„Schließlich werden hier normalerweise ausschließlich Tageszeitungen geehrt. Als einziger Anzeigenblattverlag innerhalb dieser renommierten Zeitungen diesen Preis zu erhalten, macht uns besonders stolz.“

Weitere hochkarätige Auszeichnungen für WVW/ORA und Lokalkompass

Award of Excellence

Der Award of Excellence ist bereits die vierte hochkarätige Auszeichnung, die der WVW/ORA-Verlag innerhalb der jungen fünfjährigen Geschichte des Lokalkompass erhalten hat. Im Jahr 2011 war es der Preis für Bürger- und Verbrauchernähe vom Bundesverband der Anzeigenblätter (BVDA), 2012 der XMA Crossmedia-Award des Weltzeitungsverbands WAN-IFRA. Im Jahr 2015 erhielten er einen BVDA-Sonderpreis sowie den Award of Excellence des European Newspaper Congress.

Vor 5 Jahren nahe Null gestartet, jetzt ganz oben: Die RMA in den Top 3 der digitalen Nachrichtenangebote

Gerade veröffentlichte Zahlen der ÖWA Plus zeigen eine erneute deutliche Reichweitensteigerung bei den digitalen Angeboten meinbezirk.at und woche.at der Regionalmedien AG (RMA): Mittlerweile werden über 1.130.000 Nutzer in Österreich über die beiden regionalen Plattformen erreicht. Dies entspricht 18,5% der gesamten österreichischen Internetnutzer ab 14 Jahren!

RMA Reichweitensteigerung

In nur wenigen Jahren ist den Regionalmedien Austria somit nach Einführung des Systems von Gogol Publishing ein sensationeller Aufstieg gelungen: Eine Vervierzehnfachung der Onlinereichweite seit 2010 und der Aufstieg in die Top 5 aller digitalen Angebote in Österreich. Im Bereich der Newsangebote zählt sie damit mittlerweile sogar zu den Top 3, wie die aktuelle Studie zeigt.

“Das macht uns sehr stolz,”

erklärt Emma Feurstein-Steppan, Leiterin der Unternehmensentwicklung. Neben der extremen Suchmaschinenoptimierung des Systems sei vor allem die Regionalität der Portale ein Hauptgrund für die enorme Reichweite und damit ein starkes Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb. Mehr als 200 Redakteure und 283.000 “Regionauten” genannte Leserreporter tragen mit relevanten Inhalten aus der nächsten Umgebung der Nutzer zu dem großen Erfolg bei.

Auch der Start der neuen “Mitmach-Apps” für iOS und Android sowie zahlreiche Portaloptimierungen hätten das Ergebnis äußerst positiv beeinflusst.

Befürchtungen, dass die Printauflage mit 129 Regionalausgaben von dem erfolgreichen Digitalangebot kannibalisiert werde, erteilte Feurstein hingegen eine deutliche Absage: “Print- und Onlineleser kommen aus unterschiedlichen Milieus mit unterschiedlichen Gewohnheiten beim Medienkonsum”. Online und Print ergänzten sich gegenseitig, um die Bedürfnisse aller Leser abdecken zu können.

Warum man mit einem starken Onlineauftritt langfristige Erfolge im Print feiern kann

Die Printauflage mit dem Onlineauftritt steigern? Das klingt erstmal widersprüchlich. Aber: Online und Print gehen Hand in Hand und der Erfolg von Zeitungen ist immer mehr von der Stärke ihres Onlineangebots abhängig. Hier liegt ein großes Potential für Verlage, denn Arbeit in einen überzeugenden Internetauftritt zu investieren, zahlt sich in doppelter Hinsicht aus: Sie können neue Online-Leser gewinnen, aber auch das Printprodukt profitiert von der Verknüpfung der beiden Kanäle. Dies gilt auch für die Branche der Anzeigenblätter: Drei erfolgreiche Wochenblätter berichten von ihren Erfolgen.

Printauflage mit dem Onlineauftritt steigern

1. Anpassung an die Bedürfnisse statt Kannibalisierung

Emma Feurstein-Steppan
„Online- und Printangebote nehmen sich die Leser nicht gegenseitig weg.“ Emma Feurstein-Steppan, Leiterin Unternehmensentwicklung Regionalmedien Austria AG

“Print- und Onlineleser kommen aus unterschiedlichen Milieus mit unterschiedlichen Gewohnheiten beim Medienkonsum”, so Bernhard Feuerstein, Leiter der Unternehmensentwicklung der RMA. Die Befürchtung, dass sich das “doppelte” Angebot von Online und Print gegenseitig Konkurrenz mache und zu jeweils kleineren Leserzahlen führe, habe sich nicht bewahrheitet. “Es gibt nach wie vor eine große Gruppe von Lesern, die auf eine gedruckte Zeitung nicht verzichten wollen. Andere dagegen möchten ihre Nachrichten vor allem schnell und spontan im Internet oder von unterwegs mit dem Smartphone abrufen. Eine dritte Gruppe nutzt je nach Belieben beide Angebote.” Um alle Leser vom eigenen Produkt zu überzeugen, sei es also laut Feuerstein entscheidend auf allen Kanälen präsent zu sein. Dabei findet keine Kannibalisierung statt, vielmehr ergänzen Online und Print sich gegenseitig, um die Bedürfnisse aller Leser abdecken zu können.


2. Online macht Print stark

Haldun Tuncay
“Durch den sehr guten Auftritt von Lokalkompass.de können wir unser Printprodukt ideal unterstützen und stärken.” Haldun Tuncay, Geschäftsführer Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft

Der Geschäftsführer der WVW, Haldun Tuncay, sieht eine enge Verbindung von Online und Print ebenfalls als äußerst wertvoll an: “Die Verknüpfung von Print und digitalen Kanälen funktioniert hervorragend.“ Der entscheidende Faktor für den Erfolg von Anzeigenblättern liegt für ihn nach wie vor in ihrer Lokalität. Diese Lokalität ist auch die Basis vom erfolgreichen Zusammenspiel des digitalen und gedruckten Auftritts. Lokalkompass.de diene als Paradebeispiel für einen optimalen Internetauftritt und ist für Haldun Tuncay eine essentielle Stütze seines Printprodukts.

Case Study Print mit online stärken

3. Ansprechpartner Nr. 1 für Werbekunden auf allen Kanälen

Stephan Schrader
“Die gestiegene Onlinereichweite der Kreiszeitung lässt sich hervorragend für unsere bestehenden Werbekunden einsetzen.” Stephan Schrader, Geschäftsführer Wochenblatt-Verlag Schrader GmbH & Co. KG und Neue Buxtehuder Verlagsgesellschaft mbH

Wer auf Online und Print gleichzeitig setzt, hat zwei Plattformen, die für lokale Werbekunden interessant sind. Das sieht auch Stephan Schrader von der Kreiszeitung Wochenblatt so: “Die gestiegene Onlinereichweite der Kreiszeitung lässt sich hervorragend für unsere bestehenden Werbekunden einsetzen. Wenn man auch digital die Nummer eins im Lokalen ist, hat man die Möglichkeit, starke Angebote für die Werbewirtschaft vor Ort zu machen.” Zufriedene Werbekunden im Print können haben auch Interesse, auf dem Internetauftritt präsent zu sein. Vorausgesetzt die Qualität kann mit der gedruckten Version mithalten, so Schrader. Ein starker Online Auftritt ist somit die Basis für das Erzielen von Umsätzen im Digitalen.

“Eine neue Dynamik durch die Cloud” – die Study Tour 2015 in bewegten Bildern

Video Study Tour 2015

Wie schafft es die RMA, 300.000 Bürgerreportern zu betreuen? Wie ist es ihnen gelungen, ihren gesamten Workflow “in die Cloud zu hieven” und browserbasiert 129 Zeitungen zu produzieren? Wie sieht redaktioneller Arbeitsalltag in der Cloud ganz konkret aus? Es waren diese Fragen, die die Besucher der Study Tour 2015 bei der Regionalmedien Austria in Wien am meisten interessierten. Die Vorträge, aber auch der Besuch der Redaktionsräume gaben ausführliche Antworten darauf. Wir zeigen in unserem Video, wie das Ganze dann aussah.

“Praxis bleibt hinter den Möglichkeiten zurück” – Laut Studie wird das Potenzial von digitalem Journalismus oft verkannt

Die Universität Hamburg, die Hochschule Macromedia und die TU Dortmund haben eine Studie veröffentlicht, die unter dem Titel “Digitaler Journalismus. Dynamik – Teilhabe – Technik” zu verstehen gibt, wie sich die journalistische Arbeit im heutigen digitalen Zeitalter verändert hat. Ein Schwerpunkt wurde dabei unter anderem auf die Partizipationsmöglichkeiten der Nutzer gelegt.

Digitaler Jounalismus

Aufgrund der heutigen Technologien können und wollen Leser vermehrt an journalistischen Inhalten teilhaben. Wie die Studie zeigt, haben sich journalistische Onlineangebote auch in diese Richtung weiterentwickelt und ermöglichen den Nutzern die Partizipation. Allerdings geschieht dies bis auf wenige Ausnahmen bisher meist in der Form von Nutzer-Feedback, da die journalistischen Webseiten andere Teilhabemöglichkeiten nicht zulassen. Leser können daher ihre Meinungen, Ideen und Kritikpunkte zu bestehenden Inhalten äußern, eigene Artikel produzieren ist dagegen weniger gängig.

Diesbezüglich verweist die Forschung auf die zurückhaltende Einstellung der Journalisten, die unter anderem als Hindernis für die Ausweitung der Teilhabemöglichkeiten angesehen werden können. Eine in die Studie integrierte Befragung verschiedener Redakteure und Blogger ergab, dass diese gegenüber der Qualität und Nützlichkeit usergenerierter Inhalte große Zweifel hegten. “Partizipation wird … eher als lästige Pflicht, denn als wahre Bereicherung des Journalismus gesehen.” Dabei können Leserreporter großes Potenzial entfalten, wenn man weiß, wie man mit ihnen umgeht. Beatrix Gutmann vom Lokalkompass weiß aus eigener Erfahrung, dass Bürgerreporter eine große Stütze für die Redaktion darstellen können. Eine gute Zusammenarbeit funktioniert jedoch nur, wenn man der Community auf Augenhöhe begegnet, denn “ohne Werschätzung hat man keine Chance”, so Gutmann.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass im digitalen Journalismus Redakteure und Leser voneinander profitieren können, wenn die gegenseitige Kommunikation und Interaktion stimmt. Journalisten hätten eine spannende Zukunft vor sich, in der aber ein Umdenken erforderlich und der Mut zum Ausprobieren gefragt sei. Auch bei Gogol Publishing glaubt man an die Chancen des digitalen Journalismus. Mit den richtigen Systemen und Werkzeugen und einem fundierten Erfahrungsschatz im Umgang mit Lesern lassen sich erfolgreiche Projekte realisieren.

Herausgeber der Studie ist die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (lfm).

World Publishing Expo in Amsterdam – Tag 1 mit Vorträgen von Emma Feurstein-Steppan

Die IFRA World Publishing Expo ist das größte internationale Treffen für Verleger, Macher und Entscheider aus der Medienbranche. Seit Montag zeigen in Amsterdam nun 300 Aussteller aus 80 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen in einer der schönsten und spannendsten Metropolen Europas – mit großem Fokus auf Mobile und Tablet.

IFRA Expo 2014

Für Gogol Publishing war es bereits ein erfoglreicher erster Tag. Nicht zuletzt deshalb, weil Emma Feurstein-Steppan, Leiterin Unternehmensentwicklung Regionalmedien Austria AG, zwei spannende Vorträge am Media Port Content und Media Port Revenue hielt, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Kurz nach Mittag stellte er mit dem Vortrag “Mobile Leserreporter: Die Mitmach-App von Gogol Publishing als optimales Werkzeug für User Generated Content im Lokalen” vor, wie User Generated Content auch in der mobilen Welt effektiv erzeugt werden kann.

World Publishing Expo in Amsterdam

Um das Thema Vermarktung ging es dann am späteren Nachmittag. “Die digitalen Erlösstrategien der Regionalmedien Austria (RMA) auf Basis von Gogol Publishing” war der Titel des zweiten Vortrags von Feurstein. Dort wurden Vermarktungslösungen vorgestellt wie den konsequent auch für mobile Nutzung entwickelten Kleinanzeigenmarkt oder Digitale Prospekte mit orts- und themenbezogener Ausspielung.

Das Publikum zeigte sich von beiden Vorträgen begeistert, auf dem Stand von Gogol Publishing war danach großer Andrang. Reges Interesse bestand auch an der Studie “Autoren stärken – Reichweiten ernten”, die es in einem Vorabdruck frisch für die Messe zum Ansehen gab.

Übrigens: das Team von Gogol Publishing stellt auch heute am Stand die neueste Version des neuen Print-Produktions-Systems vor, das von immer mehr Verlagen genutzt wird, um so effizient wie flexibel Print- und Online-Workflows zu vereinen.

Der Nummer 1 Anzeigenblatt-Verlag aus Deutschland startet mit Leserreporter-App

Lokalkompass Leserreporter App

Die 60.000 BürgerReporter vom Lokalkompass (WVW/ORA, Funke Mediengruppe) können nun direkt vom Handy aus berichten. Entwickelt hat die App Gogol Publishing aus Augsburg.

Leserreporter können schon seit mehreren Jahren auf den Online-Portalen vom Lokalkompass mitschreiben. Mit der neuen Leserreporter-App geht dies jetzt noch einfacher und direkt vom Ort des Geschehens- und das rund um die Uhr. Die App steht für iPhones und Android-Geräte zur Verfügung. Entwickelt wurden sie von Gogol Publishing, die auch das Online-Portal des Verlages entwickelt.

Die Neuentwicklung stellt das Erstellen und Teilen von lokalen Informationen und Fotos in den Mittelpunkt. Registrierte Leserreporter können nun von unterwegs Schnappschüsse, Bildergalerien und komplette Berichte hochladen. Sie können zudem den Redakteuren und anderen Leserreportern folgen und deren Berichte im eigenen Newsfeed lesen. Über die Kommentarfunktion kann mitdiskutiert werden, und die Beiträge können natürlich über Social-Media-Kanäle geteilt werden. Über Push-Notifications werden Nutzer der App informiert, wenn andere User auf den Beitrag reagieren oder ein neues Gewinnspiel startet. „Die App ist in der Handhabung kinderleicht und bietet Features, die modern und innovativ sind – so zum Beispiel die geo-lokalisierte Erkennung des jeweiligen Ortes – und dieses Instrument für unsere BürgerReporter unverzichtbar macht“, betont WVW/ORA-Redaktionsleiter Thomas Knackert.

Dr. Martin Huber, Geschäftsführer von Gogol Publishing, fügt hinzu: „Die App ist die ideale Ergänzung in einer Multichannel-Strategie für lokale Verlage. Durch die vielen interaktiven Elemente entsteht zudem eine extrem hohe Leser-Bindung.“

Die App kann bei iTunes bzw. Google Play ab sofort kostenlos heruntergeladen werden.

Neue Fallstudie von Gogol Publishing zeigt: Leserreporter-Communitys lassen sich mit wenig Aufwand und hohem Nutzen betreiben.

Wenn lokale Zeitungsverlage überlegen, Leserreporter mit ins Boot zu holen und ihr mediales Angebot um die Beiträge von nutzergeneriertem Inhalt zu erweitern, haben sie oft Bedenken: Sie befürchten, dass eine Community nur unter großem Aufwand betrieben werden kann und wenig Nutzen bringt und man viel mit Missbrauch durch Störer und Trolle konfrontiert wird. Zudem ist da das Problem der Haftbarkeit. Was, wenn Nutzer urheberrechtlich geschütztes oder anderweitig rechtlich bedenkliches Material posten?

Fallstudie Leserreporter-Communities

Eine neue Case Study von Gogol Publishing zeigt, dass diese Bedenken für Leserreporterportale – wenn sie richtig gemacht sind – nicht gelten. Die Fallstudie fasst die Erfahrungen mit den drei Leserreportercommunitys meinbezirk.at, lokalkompass.de und myheimat.de zusammen und zeigt in harten Zahlen, wie viele Nutzerbeiträge tatsächlich gelöscht oder wie viele Störer gesperrt werden müssen. Die Studie zeigt aber auch anhand von drei Säulen, wie eine Community aufgebaut sein muss, worauf es im Detail ankommt, damit sie auch “funktioniert”: Zunächst einmal kommt es darauf an, den Leserreportern den richtigen Rahmen zu bieten. Dabei spielt die Frage der Haftung eine Rolle sowie Art der Registrierungmodalitäten. Ebenso wichtig ist es, den Nutzern auf Augenhöhe zu begegnen und sie als das wertzuschätzen, was sie sind: Eine nützliche Stütze für die Redaktion mit Ideen und Impulsen für interessante Geschichten.

Die Fallstudie kann hier heruntergeladen werden.

Rückblick auf die Study Tour bei den WVW/ORA Anzeigenblättern der FUNKE MEDIENGRUPPE

Knapp 50 Teilnehmer konnten am 12. Juni im Rahmen einer von Gogol Publishing organisierten Study Tour bei Deutschlands größtem Anzeigenblattverlag hinter die Kulissen blicken und in Vorträgen und Diskussionen erfahren, wie die WVW/ORA Anzeigenblätter mit lokalkompass.de einen der reichweitenstärksten Webauftritte aller Anzeigenblätter in Deutschland aufgebaut haben.

Study Tour 2014

Der Lokalkompass ist mit 1,5 Mio. monatlichen Visits (Stand: März 2014) und einem Sistrix-Index von 12,2 (Stand Februar 2014) einer der reichweitenstärksten Webauftritte aller Anzeigenblätter in Deutschland. Im Rahmen einer Study Tour, die der Betreiber der Onlineplattform, Gogol Publishing, organisiert hatte, konnten knapp 50 Entscheider aus der Verlagsbranche am 12. Juni einen Blick hinter die Kulissen des Erfolgsmodells werfen.

Mobile wird immer wichtiger

Dr. Martin Huber, Geschäftsführer der Firma Gogol Publishing, gab einen Einblick in das technische System, das hinter dem Webauftritt des Lokalkompass steht. Dabei ging er auch auf das drastisch veränderte Konsumverhalten der Leser ein. Inzwischen konsumieren ca. 40% der Konsumenten die Nachrichten über mobile Endgeräte auf der mobil optimierten Seite des Portals.

Bürgerreporter ergänzen außergewöhnliche Inhalte

Den Auftakt von den WVW Anzeigenblättern machte Haldun Tuncay, Geschäftsführer der Westdeutschen Verlags- und Werbegesellschaft mbH, der einen Einblick in die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des Lokalkompass gab und zeigte, wie es zu der großen Reichweitestärke bei dem Onlineportal kam. Dabei zeigte er auch einen Stimmungsfilm zum Thema „Was bewegt den Leser?“ und wies auf ihre Philosophie hin, alle Inhalte frei und kostenlos anzubieten.

Redaktionsleiter Thomas Knackert berichtete, wie die Redakteure das Portal für ihre Arbeit nutzen und auf diese Weise Leserreporter lieben gelernt haben. Für ihn sind Leserreporter eine optimale Ergänzung zur klassischen Redaktion, da sie oft dort sind, wo keine Reporter sind. Somit kommen von Leserreportern manchmal bessere Geschichten, da sie im entscheidenden Moment anwesend sind. Die Redakteure wissen inzwischen auch, dass Leserreporter gerade in Spezialgebieten manchmal einzigartigere und hochwertigere Inhalte liefern können – weil sie zum Beispiel mehr Fachwissen zu einem bestimmten Thema haben.

Der Lokalkompass in Zahlen

Moritz Büker, Leiter Digitale Projekte, unterfütterte die Gründe für den Erfolg und die Reichweitenstärke des Lokalkompass nochmals mit Zahlen und Statistiken. Unter anderem ging er auf die Bedeutung von SEO und Social Media für die Gewinnung von Reichweite ein.

Augenhöhe ist wichtig

Besonders spannend wurde es der anschließenden Diskussionsrunde im Unperfekthaus in Essen, wo sich Beatrix Gutmann, Teamleiterin Social Media & Community mit 3 Freien Mitarbeitern und 4 Bürgerreportern offen und interaktiv mit den Teilnehmern der Study Tour austauschte. Hier ging man immer wieder auf die Motivation der Bürgerreporter ein, mitzumachen und mitzuschreiben. Dabei wurde immer wieder das so wichtige Arbeiten auf gemeinsamer Augenhöhe betont.

Weitere Informationen und Impressionen gibt es auf unserer Study Tour Seite.