Kategorie: Allgemein

Anzeigensysteme mit dem Redaktionssystem verbinden: Was ist für wen sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Anzeigen- und kaufmännische Systeme mit einem Print-Produktions-System zu verbinden. Die richtige Wahl der Anbindung hängt dabei stark von der Anforderung des jeweiligen Verlags ab. Generell gilt: Je komplexer diese sind, desto eher bietet es sich an, spezialisierte Systeme vorzuschalten. In diesem ersten Teil möchten wir Ihnen zunächst einen Überblick darüber verschaffen, welche Systeme welche Funktionen haben und wie diese kombiniert werden können.

Die Nutzung von kaufmännische Systemen, sowie der Anzeigenumbruch und die Anzeigenproduktion kann je nach Anforderung auf verschiedene Arten organisiert werden. Dabei ergeben sich drei grundsätzliche Empfehlungen:

  • Bei einfachen Anforderungen mit meist standardisierten Anzeigenformaten ist eine vollständige Abbildung des gesamten Anzeigenworkflows im Produktionssystem empfehlenswert.
  • Beim Einsatz eines kaufmännischen Systems für die Verwaltung der Anzeigen-Auftragsdaten ist es meist sinnvoll, dieses über eine Schnittstelle an ein Produktionssystem anzubinden.
  • Bei Verlagen mit komplexeren Workflows bietet es sich an, für die Anzeigenproduktion spezialisierte Systeme vorzuschalten und über Schnittstellen mit dem Produktionssystem zu verbinden.

Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Integration in das System von Gogol Publishing
Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Integration in das System von Gogol Publishing

Betrachtet werden dabei folgende Teilbereiche eines Anzeigenworkflows:

  1. Die Anzeigenerfassung bzw. das kaufmännische System
    Unter Anzeigenerfassung versteht man normalerweise ein Werkzeug, um vom Kunden gebuchte Anzeigen zu erfassen und zu verwalten. Dabei kann es sich um eine klassische Office-Anwendung wie eine Datenbank (Zum Beispiel Microsoft Access) handeln oder um eigens dafür spezialisierte Software, wie zum Beispiel von SAP, JJK oder HUP.
  2. Der Anzeigenumbruch
    Unter Anzeigenumbruch versteht man im Allgemeinen die Platzierung der Anzeigen auf den Druckseiten. Dies kann entweder manuell geschehen oder von dafür spezialisierten Systemen übernommen werden. Bekannte Anzeigenumbruchsysteme sind zum Beispiel ClassWizard, ppi Media oder JJK.
  3. Anzeigenproduktion
    Unter Anzeigenproduktion versteht man nicht die klassische Gestaltung der Anzeige in einem Satzprogramm wie zum Beispiel Indesign, sondern den Korrektur- und Freigabeworkflow. Auch hierfür gibt es spezialisierte Systeme, wie Procset oder Adflow.

Nächste Woche erfahren Sie hier auf unserem Blog Näheres darüber, wie eine vollständige und teilweise Einbindung von Anzeigenworkflows ins PPS von Gogol Publishing aussehen kann und wie eine Anbindung des Gogol-Printproduktionssystems aussieht.

Falls Sie noch weitere Fragen dazu haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren:

Einsatz von Social Media in Lokalzeitungen: Große Unterschiede und kleine Zeitungen, die weit vorn liegen

Gogol Publishing hat die Online-Auftritte von 212 Lokalzeitungen hinsichtlich ihrer Social-Reichweite untersucht und verglichen – mit einem überraschenden Ergebnis: Nicht nur auflagenstarke Zeitungen tauchen im Ranking weit oben auf, sondern auch kleinere Verlage können punkten. Insgesamt ist jedoch bei allen Zeitungen noch Luft nach oben.

Gogol Publishing hat bei 212 Lokalzeitungen aus Deutschland untersucht, wie viele Besuche der Online-Auftritt durchschnittlich über Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter bekommt. Um ein vergleichbares Resultat zu erzielen, wurde dazu die Social-Reichweite in Verhältnis zu der verbreiteten Auflage der Zeitung gesetzt. Das Ergebnis: Durchschnittlich erzielt jede Lokalzeitung im Monat 2,2 Social-Visits pro gedrucktem Exemplar. Eine Zeitung mit einer Auflage von 50.000 würde also 110.000 Online-Visits über soziale Medien erhalten.

Social-Reichweite Lokalzeitungen

Kleine Verlage zum Teil mit mehr Social-Reichweite als Zeitungen mit hoher Auflage

Die meisten Social-Visits pro Auflage (11,6) erreicht die Hamburger Morgenpost und zeigt, was mit Social-Media möglich ist. Aber auch die deutlich kleinere Emder Zeitung ist unter den Top Ten vertreten. Der Online-Auftritt dieser ostfriesischen Zeitung wird 6,5 Mal pro Exemplar über soziale Medien aufgerufen. Weitere Beispiele kleiner Verlage im vorderen Drittel sind die Gmünder Tagespost aus Baden-Württemberg und die Werra-Rundschau in Hessen, die um die fünf Social-Visits pro Exemplar generieren. Ihren genauen Platz im Ranking können Zeitungen bei Gogol Publishing anfragen. Gerne können Sie das untenstehende Formular dafür verwenden. 

Über die Datenerhebung

Die Visits-Zahlen wurden, sofern ein Verlag dort gelistet ist,  bei der IVW erhoben. Die Zeitungsverlage, die unter einer Dachmarke in der IVW-Ausweisung geführt werden, werden dabei unter ihrer Dachmarke betrachtet. Die Auftritte nicht-gelisteter Verlage hat Gogol Publishing mittels des Tools Similarweb ermittelt und mit den Daten der IVW-gelisteten Angebote interpoliert. So war es möglich, für die Auftritte ohne IVW-Ausweisung einen guten Näherungswert bezüglich ihrer Reichweite zu errechnen. Die Social-Werte wurden ebenfalls über das Tool Similarweb erhoben und mit den Visits der Online-Auftritte ins Verhältnis gesetzt. Bei den Auflagen wurden die Zahlen der Druckauflagen aller bei der IVW geführten Zeitungen verwendet. Bei nicht-gelisteten Verlagen wurden die Angaben aus den jeweiligen Mediadaten verwendet.

Neues Feature: Der Stellenmarkt von Gogol Publishing

Wie können die bewährten Stellenanzeigen aus dem Print-Bereich für Online aufbereitet werden? In das Onlineportal von Gogol Publishing kann nun ein Stellenmarkt-Modul integriert werden, das die Stärke der Print-Produkte ins Digitale übernimmt. Anders als bei den großen Jobbörsen wie Monster und Co. wird hier der Fokus bewusst auf das Durchstöbern von Anzeigen gelegt. Lokalen Unternehmen öffnet sich dadurch ohne Zusatzaufwand ein weiterer Kanal, mit dem auch andere Zielgruppen erreicht werden können. Die gesamte Anwendung ist einfach zu verwalten und für die mobile Nutzung optimiert.

Der Stellenmarkt von Gogol Publishing holt Print-Anzeigen in das digitale Zeitalter. Der Fokus der jahrelang bewährten Jobbörse aus den Print-Produkten geht dabei nicht verloren. Statt das Angebot auf den aktiv Jobsuchenden zu begrenzen, können Stellenanzeigen in die komplette Region gestreut werden. Der Vorteil: Viele, die nicht bewusst suchen, sondern nur stöbern wollen wie in der Print-Ausgabe, werden auf das Angebot im Umkreis aufmerksam.

Moderne Darstellung der Print-Anzeigen

Beispielhaftes Design des Stellenmarktes
Beispielhaftes Design des Stellenmarktes

Die Anzeigen aus dem Print werden im Online-Stellenmarkt in einer Kacheloptik angezeigt, die in der Größe entweder variabel oder fix gewählt werden können. Jede Anzeige erhält eine eigene Kachel, hierbei gibt es verschiedene Formen:

  • reine Textanzeigen, die nur auf der Übersichtsseite dargestellt werden
  • gestaltete Anzeigen mit Bildern und Logos, deren Kachel auf eine Detailseite verweist, auf der alle Informationen zu dem Stellenangebot zu finden sind
  • verlinkte Anzeigen, die auf eine beliebige Seite verweisen, zum Beispiel ein Jobangebot auf einer externen Webseite
Beispiel für eine Kachel mit Top-Markierung
Beispiel für eine Kachel mit „Top-Markierung“

Upselling-Möglichkeiten für den Verkauf

Unternehmen können die Reichweite ihrer im Print gedruckten Anzeigen durch das Veröffentlichen im Online-Stellenmarkt erhöhen. Um Kacheln noch mehr hervorzuheben, kann bei allen Beitragsformen eine “Top-Markierung” gesetzt werden, durch die das Stellenangebot eine Position im oberen Bereich des Stellenmarktes erhält, die auch nicht durch die Rotation verloren geht. In einer rechten Spalte können Unternehmen als “Top-Arbeitgeber” ihre Sichtbarkeit im Stellenmarkt erhöhen.

Empfehlen und Teilen der Anzeigen

Alle Kacheln sind mit Social-Sharing-Funktionen ausgestattet. So können die Anzeigen sehr einfach mit Freunden oder der Familie via Facebook, per E-Mail und auf dem Handy auch via WhatsApp geteilt werden. Auf den Detailseiten können außerdem auch E-Mail und Telefonnummer des Unternehmens verlinkt werden, sodass eine Bewerbung für die jeweilige Stelle ebenfalls einfach möglich ist.

Einfache Verwaltung des Stellenmarktes durch die Mitarbeiter

Das Einstellen von Inhalten auf dem Stellenmarkt liegt ausschließlich bei den Mitarbeitern, die das dafür notwendige Recht besitzen. Sie stellen die Anzeigen in den gebuchten Regionen ein und können diese auch mit einem Start- und Enddatum versehen, je nachdem wie lange die Anzeige online verfügbar sein soll. Abgelaufene Beiträge können noch eine beliebig gesetzte Anzahl von Tagen im System gespeichert werden, bevor sie endgültig entfernt werden. Der Stellenmarktes ist nahtlos in verschiedene kaufmännische, Print- oder Freigabe-Systeme integrierbar. Damit können verschiedene Funktionen wie das Einstellen oder Löschen der Anzeigen automatisch gesteuert werden. 

Responsives Design 

Durch die steigende Zahl mobiler Nutzer auf Rubrikenmärkten wird die mobile Optimierung der Seiten immer wichtiger. Deswegen ist der Stellenmarkt in einem responsiven Design aufgebaut und sowohl für Desktop als auch für mobile Geräte optimiert. 

Für Fragen und Informationen oder einen Termin für eine Live-Demonstration des Stellenmarkt-Moduls können Sie auch gerne mit uns Kontakt aufnehmen:

Gogol Publishing bietet Schnittstellen zu allen marktprägenden Systemen

Mitte Juni gingen unsere überarbeiteten Schnittstellen-Seiten online. Dort sind alle bereits bestehenden Schnittstellen unserer Kunden und deren Funktionen genauer beschrieben: Alle gängigen Systeme können über die Gogol Cloud Connect Schnittstelle kostengünstig an das Redaktionssystem von Gogol Publishing angebunden oder in die bestehende Systemlandschaft des Verlags integriert werden. 

Die Gogol Cloud Connect Schnittstelle
Die Gogol Cloud Connect Schnittstelle

Viele Verlage nutzen für Anzeigenplanung und -umbruch darauf spezialisierte Systeme wie zum Beispiel JJK, ProcSet oder ppi Media. Diese können einfach an das Redaktionssystem von Gogol Publishing angeschlossen werden. Die Anzeigendaten werden mit ppi Media zum Beispiel für die Print-Produktion im Gogol PPS abgeglichen und können dort um die redaktionellen Inhalte ergänzt werden. Die vollständigen Seiten können dann als PDF exportiert werden. Die Schnittstelle zu ProcSet bietet zudem noch eine Besonderheit: PR-Beiträge aus ProcSet können direkt im PPS von Gogol bearbeitet werden. Mitarbeiter können einen Link zu den Beiträgen auch an externe Autoren schicken, sodass diese ganz einfach online daran arbeiten können – auch noch kurz vor Drucklegung. Dafür wird kein Zugang zu InDesign oder der ProcSet Workflow Soution benötigt und externe Autoren können noch leichter in die Workflows integriert werden.

Einfache Integration in bestehende Systemlandschaften

Bei bereits bestehenden Redaktionssystemen können einfach weitere Module von Gogol Publishing ergänzt werden, zum Beispiel das Onlineportal. Auch dann kommt eine Schnittstelle zum Einsatz, die etwa Inhalte aus dem Redaktionssystem Funkinform in das Gogol-Portal importiert. Das funktioniert auch umgekehrt: Bei einer bestehenden Schnittstelle mit alfa Media werden die Beiträge und Bilder aus dem Onlineportal von Gogol Publishing in das Redaktionssystem übergeben.

Schnittstellen zu dpa oder Bezahldiensten

An die von Gogol Publishing angebotenen Rubrikenmärkte, wie beispielsweise der Kleinanzeigenmarkt, kann auf Wunsch auch ein Bezahlsystem angebunden werden, mit dem Zahlungsaufträge abgewickelt werden können. In einer bestehenden Lösung arbeitet Gogol Publishing mit dem externen Zahlungsdienstleister Paymill zusammen. So können unter anderem Lastschrift-Aufträge aus dem Kleinanzeigenmarkt einfach abgewickelt werden. Auch Schnittstellen zu Pressediensten wie der dpa sind bereits bewährt bei Kunden im Einsatz.

Mithilfe der Gogol Cloud Connect kann Gogol-Publishing auch für andere Systeme Schnittstellen einrichten.

Bruchfreie Verbindung zu allen marktprägenden Systemen
Bruchfreie Verbindung zu allen marktprägenden Systemen

Bei Fragen können Sie uns auch gerne eine E-Mail schicken:

Paywall im Test bei Royalfuchs

Paywall Ja oder Nein? Royalfuchs.de ist eine Onlineplattform aus dem Hause Gogol Publishing und bietet Informationen und Nachrichten zu den europäischen Königshäusern und deren Persönlichkeiten. Im Rahmen eines Pre-Tests auf dieser Webseite wurden die Möglichkeiten einer Paywall des amerikanischen Unternehmens Piano untersucht. 

Logo Royalfuchs

Dass die Geschäftsmodelle von Zeitungen nicht eins zu eins vom Print- in den Online-Bereich übernommen werden können, ist nachvollziehbar. Online gibt es viele Wege, eine Webseite zu finanzieren. Oft wird auf das bewährte Modell zurückgegriffen, Werbe- und Anzeigenplätze zu verkaufen. Doch durch die steigende Anzahl der Nutzer von AdBlockern geht den Seitenbetreibern damit eine beträchtliche Summe verloren. Die WAN IFRA veröffentlichte dazu am 10.05.2016 einen Bericht, laut dem das AdBlock Plus-Plugin inzwischen über 100 Millionen Mal installiert wurde. Mit diesem Plugin werden die Werbebanner für die Nutzer unsichtbar und dämmen damit die Werbeeinnahmen. Welche verschiedenen Möglichkeiten es für die Seitenbetreiber gibt, den AdBlocker zu umgehen, haben wir bereits im Februar hier zusammengefasst.

Infografik: 120 deutsche Zeitungen setzen auf Paywall | Statista
Infografik: 120 deutsche Zeitungen setzen auf Paywall | Quelle: Statista, BDZV

Eine Möglichkeit, den Verlusten bei den Werbeerlösen entgegenzutreten, ist eine sogenannte Paywall. Hier gibt es derzeit vier Ansätze, die auch schon von verschiedenen deutschen Tageszeitungen verwendet werden:

  • Freemium: Ein Teil der Artikel bleibt kostenlos, der Rest ist nur bei Erwerb eines Abos als Premium-Content verfügbar
  • Metered Model: Eine gewisse Anzahl an Artikeln im Monat ist frei, danach muss ein Abo abgeschlossen werden, um weiterzulesen
  • Harte Bezahlschranke: Das gesamte Online-Angebot ist kostenpflichtig
  • Freiwillige Bezahlung: Hier ist den Lesern freigestellt, ob sie für die Artikel bezahlen wollen oder nicht – also eher auf Spendenbasis

Wie sieht die Paywall von Piano beim Royalfuchs aus?

royalfuchs paywall2

Der Serienfuchs testet auf seiner Tochterseite Royalfuchs das Metered Model der amerikanischen Firma PianoDer Webseitenbesucher hätte je nach Konfiguration eine bestimmte Anzahl an Aufrufen des Premium Contents frei. Beim x.-ten Aufruf eines Beitrags erscheint dann auf der Seite eine Paywall und legt sich über den Content. Der Test bei Royalfuchs wurde so konfiguriert, dass drei Artikel zu einem Thema, zum Beispiel zu Kate Middleton, noch frei verfügbar wären. Ab dem vierten solle sich die Paywall einschalten. Sollte der Leser noch kein Abonnent sein, stehen ihm dann 3 Optionen zur Verfügung, um den Content freizuschalten: Ein Tageszugang für 0,99€, ein Wochenabo für 5,99€ und ein Monatsabo für 19,99€, wobei er bei letzterem auch einen 48-Stunden-Testzugang nutzen kann. Wenn der Leser bereits Abonnent wäre, könnte er sich mit seinen Daten einfach einloggen und weiterlesen.

Wie läuft das Abonnement ab? 

Wenn ein Abo abgeschlossen werden soll, öffnet sich nach der Entscheidung für eine Option eine Ansicht mit der Auswahl einer Bezahlmethode, zum Beispiel Kreditkarte oder PayPal. Der Bezahlvorgang wird über die e-Commerce-Plattform Tinypass abgewickelt, welche zu Piano gehört. Mit Eingabe der Konto-/Kreditkartendaten wird der Content dann für den jeweils abonnierten Zeitraum freigeschalten. Eine Bestätigung des Kaufs erhält der Kunde per E-Mail. Außerdem kann er auch nach dem Login eine Übersicht seiner Abonnements, Laufzeiten und der hinterlegten Bezahlmethoden aufrufen.

Paywall beim Royalfuchs: Abschluss eines Abonnements mit Tinypass
Paywall beim Royalfuchs: Abschluss eines Abonnements mit Tinypass

Neben den verschiedenen Optionen für Kunden bietet Piano auch für die Administratoren wichtige Informationen: unter anderem gibt es in der Benutzeroberfläche von Piano eine Übersicht über alle getätigten Transaktionen und Anmeldungen, sowie ein eigenes Trackingsystem  und eine Analytics- Übersicht. Das bietet den Administratoren von Royalfuchs alle wichtigen Informationen und Statistiken auf einen Blick. Ob eine Paywall tatsächlich eingeführt werden soll, wird noch diskutiert. Wenn Sie Fragen zur Einführung einer Paywall oder auch allgemein zur Erstellung einer Online-Plattform haben, schreiben Sie uns eine E-Mail:

Neue Zahlen: AdBlocker-Nutzung steigt rasant – So wehren sich die Verlage

Neue Studien belegen, dass die Nutzung von Adblockern sprunghaft zugenommen hat. Immer mehr Newsanbieter reagieren darauf mit massiver technischer Gegenwehr und teils umstrittenen rechtlichen Maßnahmen. 

Das Zielpublikum greift immer häufiger zur Selbsthilfe gegen Werbeanzeigen
Das Zielpublikum greift immer häufiger zur Selbsthilfe gegen Werbeanzeigen

Im vierten Quartal 2015 stieg die weltweite Nutzung von Programmen zur Blockierung von Onlinewerbung gegenüber dem vorherigen Quartal um weitere 10 Prozentpunkte an. Deutschland liegt in Europa hierbei mit an der Spitze: Mitte letzten Jahres verwendeten hierzulande 25% der Internetnutzer ein Adblock-Plugin. Auch eine interne Erhebung von Gogol Publishing stützt diese Zahl im Hinblick auf eigene Angebote und kommt auf eine Quote von 23%.

Aus Sicht vieler Webseitenbetreiber stellt diese Größenordnung eine nachhaltige Bedrohung ihres Geschäftsmodells dar. Mittlerweile hat sich eine Reihe von Softwareanbietern daher auf die Entwicklung technischer Abwehrmaßnahmen spezialisiert. Einer dieser Flakhelfer im Kampf um Vermarktungserlöse ist AdDefend aus Hamburg. Laut eigener Angaben vertrauen bereits 150 „Premium-Webseiten“ und große Partner wie PC Welt, Computer BILD und Focus Online auf die Anti-Adblock-Software von der Alster.

Die Technik von AdDefend erkennt, ob der Nutzer ein Adblock-Plugin installiert hat. Ist dies der Fall, werden Anzeigen nicht über einen Adserver ausgeliefert, sondern durch geschickte Verschleierung vorgegaukelt, es handele sich um Eigeninhalte des Seitenbetreibers. Damit dies funktioniert, müsse der Publisher laut AdDefend lediglich ein „kleines Modul“ in seinen Webserver integrieren.

So können zwar nicht sämtliche Werbeformen ausgespielt werden, einfache Bannerwerbung soll aber grundsätzlich kein Problem darstellen. Durch die Partnerschaft mit speziellen Vermarktern bindet AdDefend dann Anzeigen auf den Portalen seiner Kunden ein, von denen die Seitenbetreiber einen gewissen Anteil erhalten.

Nimmt man für diesen sogenannten „Revenue Share“ eine Größenordnung von eher konservativ geschätzten 1,50€ pro 1.000 Seitenaufrufen an, lägen die monatlichen Mehreinnahmen für einen Publisher mit 1 Mio Seitenaufrufen bei 375€, sofern ein Viertel seiner Nutzer ein Adblock-Plugin installiert hat.

Bild.de sperrt Nutzer mit Adblocker einfach aus

Einen anderen Weg geht Bild Online. Während sich die Politik mit Netzsperren nach wie vor schwer tut, sind diese bei dem Digitalangebot von Axel Springer bereits Realität, zumindest für einen Teil der Nutzer. Seit Oktober 2015 werden Besucher mit aktiviertem Adblocker statt auf die bunte Homepage auf eine karge Infoseite geleitet. Dort hat der Nutzer die Wahl, entweder seinen Adblocker anhand einer detaillierten Anleitung zu deaktivieren oder, sofern er ihn die Digital-Reklame nachhaltig stört, ein „BILDSmart“-Abo für 2,99€/Monat abzuschließen („90 Prozent weniger Werbung“).

Adblocker-Block bei Bild Online
Wir müssen leider draußen bleiben: Adblocker-Block bei Bild Online

Bei seinem Kampf gegen Adblocker fährt Springer eine hybride Taktik, die die technischen Maßnahmen durch rechtliche Schützenhilfe flankiert: Gegen den Anbieter des bekannten Adblock-Plugins AdblockPlus, die Kölner Firma Eyeo, wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt, nachdem im Forum der Firma eine Anleitung zur Umgehung des Adblock-Blockers von Bild.de öffentlich gemacht wurde.

Hierbei argumentierten die kreativen Springer-Juristen mit dem Urheberrechtsgesetz (UrhG), wo § 95a regelt, dass „wirksame technische Maßnahmen zum Schutz eines nach diesem Gesetz geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes […] ohne Zustimmung des Rechtsinhabers nicht umgangen werden [dürfen], soweit dem Handelnden bekannt ist oder den Umständen nach bekannt sein muss, dass die Umgehung erfolgt, um den Zugang zu einem solchen Werk oder Schutzgegenstand oder deren Nutzung zu ermöglichen.“ Absatz 3 Nr. 3 des Paragrafen untersage zudem „die Verbreitung dieser Filterbefehle“.

Auch wenn der Gesetzgeber bei Schaffung dieser Norm nicht an öffentlich zugängliche Webseiten, sondern eher an Kopierschutzsysteme für DVDs gedacht hatte, gab das Landgericht Hamburg Bild Online Recht: Es sah den Adblock-Blocker als eine wirksame technische Maßnahme zum Schutz urheberrechtlich geschützter Inhalte an und gab daher der einstweiligen Verfügung gegen Eyeo statt.

Bislang keine Gefährdung des Adblock-Geschäftsmodells vonseiten der Gerichte

Weniger Erfolg hingegen hatte bislang der rechtliche Frontalangriff auf das Geschäftsmodell von Adblock-Anbietern, den immer mehr Publisher versuchen. Wie Mitte Januar bekannt wurde, klagt nun auch Spiegel Online gegen Eyeo. Die Klage wendet sich im Wesentlichen gegen das Modell, großen Publishern für eine nicht unerhebliche Gebühr ein Hintertürchen im Blocker zu öffnen („White Listing“). Wie Eyeo auf seiner Webseite selbst mitteilt, sind das in der Regel saftige 30% an den dadurch zusätzlich generierten Werbeerlösen.

Neue Zahlen: AdBlocker-Nutzung steigt rasant - So wehren sich die Verlage
Angebot "Adblock Plus" von Eyeo: Die Webseite wirkt wie aus den 90ern, die Technik dahinter scheint hingegen up to date

Die Aussichten sind allerdings eher dürftig: Weder Axel Springer, ProSiebenSat1, Die Zeit oder RTL konnten die Richter bislang überzeugen, die Wettbewerbswidrigkeit des Geschäftsmodells von Anbietern wie Eyeo festzustellen und in der Folge zu untersagen.

Die ergangenen Urteile stützen sich auf einen Entscheid des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2004. Damals wurde der Streit allerdings um die Blockade von Fernsehwerbung geführt. Dem Hersteller eines Geräts namens „Fernsehfee“ wurde zugestanden, auch weiterhin die Werbeinseln der Fernsehsender auszublenden.  Es sei keine „unzulässige allgemeine Marktbehinderung“ festzustellen.

Bis zu einer höchstrichterlichen Klärung, die sich spezieller mit den Rahmenbedingungen des Internets auseinandersetzt, wird das Rennen zwischen Publishern und werbemüden Nutzern bzw. Blockern und Blocker-Blockern sicherlich spannend bleiben.

Bei Fragen können Sie uns auch gerne eine E-Mail schicken:

Medienwandel ist auch Methodenwandel — Der Prozess ist entscheidend für den Erfolg

Große wie kleine Medienhäuser, die den aktuellen Umbruch erfolgreich mitgehen und mitgestalten möchten, stehen vor schwierigen Herausforderungen. Bestehende Formate müssen neu konzipiert, moderne Plattformen und Kanäle bespielt, Workflows müssen angepasst werden, um dem Leser ein umfassendes Angebot liefern zu können und neue Zielgruppen zu erschließen. Wer nun den veränderten Anforderungen mit einer alt bewährten Denkweise begegnet, begeht einen fatalen Fehler, denn das klassische Projektvorgehen nach dem Modell „Wasserfall“ birgt hohe Risiken.

Deshalb setzt die bayrische Tageszeitung „Der Neue Tag“ aus Weiden(299.000 Leser) bei der Einführung ihres neuen Redaktionssystems auf das agile Vorgehensmodell von Gogol Publishing, das mit modernen Methoden und Toolkits, kurzen Arbeitszyklen und heterogenen Projektteams eine passgenau entwickelte Lösung für den Kunden ermöglicht.

Kunden beim Test
Testen, anpassen, testen, anpassen: Agiles Vorgehen nähert sich stetig dem, was der Kunde wirklich möchte

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte ihr Lastenheft oder Ihren Anforderungskatalog

Typischer Bestandteil eines klassischen Projektvorgehens sind monumentale Lastenhefte, die zu Beginn des Projekts definiert und im späteren Verlauf nicht mehr angerührt werden. Bereits hier sollen alle Feinspezifikationen für die Anforderungen an das neue System festgelegt werden, was nicht nur äußerst schwierig, sondern auch wenig sinnvoll ist. Oft wird erst beim Testen des neuen Systems klar, wie die veränderten Anforderungen genau aussehen oder welche Features tatsächlich benötigt werden.

Darüber hinaus ergibt sich heutzutage ein weiteres Problem: Medienhäuser und ihre Produkte sind einem steten Wandel unterworfen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das System, mit dem sie ihre Angebote realisieren, diesem Wandel standhalten und sich ebenfalls flexibel anpassen muss. Spätestens jetzt erscheint das klassische „Wasserfall“-Modell nicht mehr zeitgemäß, denn hier steht dem Verlag oft erst nach einer langen Implementierungszeit von bis zu einem Jahr ein lauffähiges System zur Verfügung. Zu diesem Zeitpunkt sind dann die meisten Aufwendungen bereits versenkt und jede Anpassung wird aufwendig und teuer – Enttäuschung ist die Folge.

Toolkits zum Ausprobieren und eine gemeinsame Sprache

„Der Neue Tag“ in Weiden konnte bereits nach zwei Monaten eine erste Version seines Redaktionssystems in der „Sandbox“ testen und mit geeignetem Werkzeug und Toolkits spielerisch-explorativ die neuen Möglichkeiten ausprobieren. Sowohl Entscheider als auch spätere Systemnutzer waren dadurch maßgeblich an der Entwicklung ihres eigenen Systems beteiligt und wurden zu „Co-Entwicklern“, die auf Augenhöhe mit dem Anbieter gemeinsam wichtige Entscheidungen trafen. Unklarheiten und Ängste werden so von Beginn an aus dem Weg geschafft.


Thomas Maul

„Jeder, der über eine Systemeinführung nachdenkt, sollte das agile Vorgehen von Gogol Publishing gesehen haben.“

Thomas Maul, Geschäftsführer „Der Neue Tag“


Verlagsbranche unter Innovationsdruck

Ein agiles Vorgehen mit frühem Feedback und permanenter Weiterentwicklung ist für andere Branchen mit hohem Innovationsdruck schon lange Standard. Auch die Verlagsindustrie muss diesem Vorbild folgen, wenn sie den Wünschen der Leser und den Anforderungen der Digitalisierung nachkommen will. Eine fundamentale Transformation von Workflows und Prozessen ist mittlerweile unerlässlich, um im Medienwandel zu bestehen.

Gogol Publishing stellt das agile Vorgehen auf der World Publishing Expo (IFRA-Expo) vor

Auf der World Publishing Expo stellt Gogol Publishing vom 5. bis zum 7. Oktober 2015 das agile Vorgehen im Rahmen von Vorträgen und Standpräsentationen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zur Messe. Besuchen Sie uns einfach in Hamburg an Stand Nr. 1.560 (direkt am Media Port „Revenue“ in Halle A1) auf einen Kaffee. Terminvereinbarung unter gogol-publishing.de/ifra-expo-2015.

“Best of OHD” – Ein Rückblick auf die letzten 4 Jahre

Anlässlich unseres 5. Open House Days am 10. September 2015 möchten wir Ihnen mit einem kleinen “Best of” einen thematischen Rückblick auf die letzten Jahre geben. Zukunftsorientierte Vorträge und anregende Gespräche unter Entscheidern der Medienbranche – eine Bildergalerie der schönsten Momente gibt zudem einen Einblick in die Atmosphäre dieser spannenden und aufschlussreichen Events.

Gogol Publishing Open House Day 2015 Zum Open House Day 2015

Mal waren es die Möglichkeiten und Chancen im Cloud Publishing, mal die Erfahrungen mit der Arbeit mit Leserreportern. Aber auch mit Strategien für die Zukunft der Zeitung bis hin zu Best Practices für den Aufbau von Reichweite und Vermarktungsmöglichkeiten digitaler Medien beschäftigten sich die Teilnehmer. Stets waren es wegweisende Themenfelder, die die Zukunft der Entwicklungen für die kommenden Jahre gestalten sollten.

Hier finden Sie einen Überblick über die Vortragsthemen und Programmpunkte der vergangenen Jahre:

OHD 2011
OHD 2012
OHD 2013
OHD 2014

Auch in diesem Jahr (OHD 2015) bekommen unsere Gäste in Vorträgen und Live-Demonstrationen wie die Jahre zuvor einen Einblick, wie Kunden unsere Lösungen einsetzen und lernen die neuesten Entwicklungen unseres Systems kennen. Besonders der konstruktive und offene Austausch zwischen Kunden, Interessenten und dem Gogol-Publishing-Team wird von den Teilnehmern geschätzt.


„Der Open House Day in Augsburg bietet […] einen interessanten Austausch mit anderen Verlagen und deren Content- und Vermarktungsstrategien. Für alle gab es überaus interessante Beiträge, die für jedes Portal, das redaktionellen Content bietet, lehrreiches Material bot. Von Social Media über SEO bis zur Gewinnung von BürgerReportern war alles dabei. Für mich ein erfolgreicher Tag mit guten Netzwerk-Möglichkeiten und dem Team von Gogol, das geduldig Rede und Antwort stand.“

Beatrix Gutmann, Leiterin Community und Social Media WVW/ORA

An dieser Stelle möchten wir auch einen besonderen Dank an alle Vortragenden aussprechen, sie sind diejenigen, die den Anstoß für die wichtigen und anregenden Diskussionen geben und auch einen Einblick liefern, wie sie speziell mit bestimmtem Herausforderungen umgehen!

In einer Bildergalerie haben wir schöne Momente der vergangenen Open House Days zusammengefasst und dabei auch noch ein paar Fotos eingestreut, die während der Vorbereitungen oder “Hinter den Kulissen” entstanden sind. Viel Spaß beim Ansehen!

Von sehr praktisch bis ganz schräg: Faszinierende Google-Funktionen, die kaum jemand kennt

Viele Tausend Google-Mitarbeiter arbeiten täglich daran, dass SEO-Spezialisten ihre Miete bezahlen können. Wenn neben Algorithmus-Optimierung, Kickern und Fußreflexzonenmassage etwas Zeit bleibt, programmieren die Kalifornier gerne auch einmal undokumentierte Funktionen und Gags in ihre Suchmaschine. Hier sind 10 Tricks, die sicher nicht einmal alle siebzehn aktiven Google+Nutzer kennen:


1. Flugfinder

fluege Google sucht nach passenden Flügen: Einfach „Flug“, Abflugort und Ziel eintippen.

2. Flugrolle

flugrolle Mit „do a barrel roll“ startet der Flug dann auch sofort.

3. Die Antwort auf alles

answer Die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest? Kein Problem für Google, wenn man korrekt danach fragt.

4. Maßeinheiten umrechnen

einheiten Von Teelöffeln bis Pesos kann Google sämtliche Einheiten direkt aus der Eingabemaske heraus umrechnen.

5. Zerg Rush

zergrushSpielchen gefällig? „zerg rush“ eingeben und den folgenden Angriff zurückschlagen. Vorteil gegenüber Call of Duty: Aus Chefperspektive sieht es zumindest entfernt nach Arbeit aus.

6. Duden

definition Google funktioniert auch als Duden: Mit „definition“ und einem beliebigen Wort wird direkt die passende Definition aufgerufen.

7. Funktionsplotter

funktionsplotter Analysis! Hand auf’s Herz – wer hat das jemals wirklich verstanden? Google hilft und zeichnet den Funktionsgraphen.

8. Tilt

tilit Montag früh heimlich „tilt“ beim Kollegen eingeben. Dann seine guten Vorsätze abwarten, weil er den Effekt möglicherweise aufs harte Wochenende schiebt.

9. Kunstsammlung

werke Die Suche nach dem Wort „Werke“ in Verbindung mit dem Namen eines Künstlers erzeugt eine Übersicht davon, was dieser geschaffen hat, seien es Gemälde, Filme oder Alben.

10. Münzwurf

flipacoin Pizza oder Nudeln? Beziehung oder nur Freundschaft? Den grünen oder den roten Draht? Auf Google.com ‚flip a coin‘ eintippen und die Suchmaschine entscheiden lassen. „roll a dice“ geht ebenfalls. Funktioniert leider nicht bei Google.de.

Berliner Woche: Erfolgreicher Start mit neuem Print­Produktionssystem

Berlins größte Wochenzeitung, die Berliner Woche, hat die gesamte Printproduktion ihrer Zeitung auf das webbasierte Publishing-­System von Gogol Publishing umgestellt. Damit werden jetzt wöchentlich 1,5 Millionen Ausgaben für die gesamte Hauptstadt im Internet erstellt –­ in einem durchgehenden Workflow von der Erfassung der Beiträge über den Satz bis zu Drucklegung.

Zeitungserstellung im Webbrowser

Die Zufriedenheit war groß, als die ersten neun Stadtteilausgaben der Berliner Woche per PDF­-Export an die Druckerei geschickt worden waren: Keine Überstunden, keine Ausfälle, keine Fehler –­ die Systemumstellung auf das browserbasierte Produktionssystem von Gogol Publishing hatte perfekt funktioniert.

Gleich von Beginn an Zeit gewonnen

Zwei Tage später, als alle 33 Stadtteilausgaben wohlbehalten in den 1,5 Millionen Briefkästen der Berlinerinnen und Berliner angekommen waren, war endgültig klar, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen worden war. Chef vom Dienst, Jürgen Möller, stellte im Anschluss fest: “Ich freue mich, dass meine anfängliche Skepsis nicht bestätigt wurde. Die Umstellung auf das rein browserbasierte Arbeiten ganz ohne Satzsysteme wie Indesign hat wunderbar geklappt. Durch den effizienten Workflow haben wir gleich von Beginn an Zeit gewonnen.”

Reibungslose Umstellung

Auch Verlagsleiter Bodo Krause zeigt sich hoch zufrieden mit der Einführung: “Die Redaktion war in der Lage, sich schnell auf das neue System einzulassen ­ das ist ein sehr großer Wert, den diese Mannschaft hat. Die Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter mit dem Team von Gogol Publishing hat zudem wunderbar funktioniert und war mit ausschlaggebend für diese reibungslose Umstellung.”

Die 10 erfolgreichsten Lokalzeitungen auf YouTube: Welche Videos bringen die größte Reichweite?

Auch regionale Zeitungen in Deutschland setzen massiv auf das Medium Video. Wir haben uns die zehn meistbesuchten YouTube-Kanäle deutscher Tageszeitungen und deren erfolgreichste Videos angesehen: Welche Bewegtbilder sind die absoluten Klickkönige, welche lokalen Inhalte funktionieren am besten?

 

1. tz München (27,11 Mio Gesamtaufrufe)

tz

Fußball  im Lokalen zieht immer, gerade wenn man in der Landeshauptstadt der Bayern publiziert: Fast 900.000 Mal wurde bislang das erfolgreichste Video der Münchner, die “Brutalo-Grätsche gegen Bastian Schweinsteiger”, aufgerufen. Auffällig sind die vielen Dislikes, die wohl hauptsächlich damit zu tun haben, dass der FC Bayern München bei vielen Fußballfans eher ein Reizthema ist.

tzonline auf YouTube

2. Hessische/Niedersächsische Allgemeine (20,62 Mio Gesamtaufrufe)

hna3

Die nahe Umgebung oder gar das eigene Städtchen einmal auf der großen Leinwand sehen? Im Fall von „Ostwind 2“, der auf einem Gut im hessischen Immenhausen und damit im Verbreitungsgebiet der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) spielt, schlägt das große Interesse der Bewohner mutmaßlich auch auf die Beliebtheit des Trailers durch: 300.000 Klicks seit Juli 2014 und damit das erfolgreichste Video der HNA.

hnaonline auf YouTube

3. Berliner Morgenpost (10,68 Mio Gesamtaufrufe)

berlinermorgenpost2

Fußball zieht natürlich auch in Berlin. Das erfolgreichste Video der Berliner Morgenpost zeigt jubelnde Fußballfans beim WM-Halbfinale 2014 gegen Brasilien. Bereits 1,1 Mio. Zuschauer sahen sich noch einmal die feiernde Menge und den stetig wachsenden Unglauben in vielen Gesichtern ob der Ereignisse an.

Berliner Morgenpost auf YouTube

4. Münchner Merkur (8,60 Mio Gesamtaufrufe)

münchnermerkur

Flashmobs sind Zuschauermagneten. Das gilt auch für den klasse gefilmten “Rock mi”-Flashmob der Band VoXXclub in einem Pullacher Biergarten, der über 450.000 Mal auf dem Kanal des Münchner Merkurs angeklickt wurde.

merkuronline auf YouTube

5. Hamburger Abendblatt (3,99 Mio Gesamtaufrufe)

hamburger

Blaulicht ist auch beim Hamburger Abendblatt ein zuverlässiger Klickgarant. Das Video aus dem ProVida-Wagen zeigt, wie die Polizei einen “Rekord-Raser” verfolgt, der mit 291 km/h (und somit genau 191 km/h zu schnell) über die Autobahn brettert. Ein Polizist erklärt zudem, mit welchen Folgen der Fahrer nun rechnen muss.

abendblatttv auf YouTube

6. Thüringer Allgemeine (3,75 Mio Gesamtaufrufe)

thüringer

Das beliebteste Video der Thüringer Allgemeinen: Ein Feuerwehrwagen landet auf dem Weg zum Einsatz selbst im Straßengraben. Mit diesem außergewöhnlichen Unfallbericht in bewegten Bildern konnte die Tageszeitung aus dem Freistatt deutlich über 300.000 Klicks von Schaulustigen erzielen, allerdings in einem Zeitraum von mittlerweile über drei Jahren.

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7. Schwarzwälder Bote (3,65 Mio Gesamtaufrufe)

schwarzwälder

Berichte über Verkehrsunfälle sind natürlich in jeder Lokalzeitung Standard. Beim Schwarzwälder Boten drehen sich gleich die acht meistgeklickten Videos um derartige Unglücksfälle. Das am häufigsten gesehene Video zeigt die Aufräumarbeiten nach einem tödlichen Unfall von zwei Jugendlichen mit einem Porsche.

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8. Lausitzer Rundschau (3,65 Mio Gesamtaufrufe)

lausitz2

Die Lausitzer Rundschau scheint ihr Rezept für Erfolg auf YouTube gefunden zu haben, der weniger im Lokalen liegt: Tanzkurse! Auf den vordersten Plätzen finden sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Walzer bis Disco Fox. Erst auf Platz 6 dann ein erster Inhalt mit halbwegs lokalem Bezug, der Bericht von einer Kinopremiere in Cottbus.

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9. Passauer Neue Presse (3,53 Mio Gesamtaufrufe)

passau

Die Passauer Neue Presse veröffentlichte in ihrem bislang erfolgreichsten Video spektakuläre Luftaufnahmen der überfluteten Stadt mit Umgebung während des Hochwassers 2013.

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10. Leipziger Volkszeitung (3,45 Mio Gesamtaufrufe)

leipzig

Nackte zeichnen für den guten Zweck: Über den (zugegeben langen) Zeitraum von nun vier Jahren sammelte das beliebteste Video der Leipziger Volkszeitung fast 230.000 Views. Obwohl kaum nackte Haut zu sehen ist, hat YouTube dem Video vorsorglich eine Altersbeschränkung verpasst.

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Fazit

Unsere kleine Auswertung berücksichtigt zwar nicht die unterschiedlichen Zeiträume, in denen die Klicks der jeweils erfolgreichsten Videos auf den 10 Lokalzeitungskanälen mit der größten Reichweite jeweils generiert wurden, zeigen aber trotzdem eine klare Tendenz, die so überraschend indes nicht ist: Spannende und emotionale Themen aus der Region laufen gut auf YouTube, wenn sie mit aussagekräftigen, plakativen Titeln versehen sind und den lokalen Bezug gut sichtbar hervorheben.

Die Vermarktungserlöse für Publisher hinken bei einer Veröffentlichung über YouTube selbstgehosteten Videos mit speziellen Videovermarktungsformen natürlich hinterher, bieten Tageszeitungen aber einen leichten Einstieg in das Videopublishing und erzielen schnell Reichweite. Nicht nur über den direkten Aufruf per YouTube sind die Videos gut auffindbar, auch auf den Suchergebnisseiten von Google & Co. werden Videoinhalte relativ hoch platziert.